Rameaus Hippolyte et Aricie in Berlin. Foto: Staatsoper/Karl und Monika Forster

Rameaus Hippolyte et Aricie in Berlin. Foto: Staatsoper/Karl und Monika Forster

Staatsoper meldet barocken Erfolg

Mit einer Vorstellung von Hippolyte et Aricie sowie Konzerten von Les Talens Lyriques unter der Leitung von Christophe Rousset und Le Concert des Nations unter der Leitung von Jordi Savall endeten die Barocktage, die erstmals an der Staatsoper Unter den Linden stattfanden.

Insgesamt kamen an den zehn Barocktagen mehr als 15.000 Besucherinnen und Besucher aus 46 verschiedenen Ländern (neben Europa u. a. aus Australien, Brasilien, China, Hong Kong, Japan, Kanada, Korea, Neuseeland, Panama, Singapur, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten) in die Staatsoper Unter den Linden (Großer Saal, Apollosaal, Alter Orchesterprobensaal) sowie in den Pierre Boulez Saal und sorgten für eine Auslastung von 91%.

Die Vorstellungsserien von Hippolyte et Aricie, L'Orfeo, A Monteverdi Project und fast alle Konzerte waren restlos ausverkauft. Das Festival wird künftig jedes Jahr für 10 Tage im November stattfinden - 2019 vom 1. bis 10. November, u.a. mit Werken von Alessandro Scarlatti und Henry Purcell. Parallel zu den ersten Barocktagen waren Daniel Barenboim und die Staatskapelle Berlin vom 18. bis 27. November 2018 auf Tournee im National Center for Performing Arts (NCPA) in Peking und im Sydney Opera House.

Geprägt wurde das Festival durch drei Musiktheaterwerke von Monteverdi und Rameau im Großen Haus, eine Tanz- und Theaterperformance im Apollosaal, 13 Konzerte sowie Führungen und einem Roundtable-Gespräch. Im Zentrum stand die Barocktage-Premiere von Rameaus Hippolyte et Aricie mit dem Freiburger Barockorchester unter der musikalischen Leitung von Simon Rattle mit Anna Prohaska, Magdalena Kožená, Reinoud Van Mechelen, Gyula Orendt sowie Elsa Dreisig in den Hauptrollen. Die Neuproduktion wurde von Olafur Eliasson als Bühnen- und Kostümbildner sowie Lichtdesigner gemeinsam mit Regisseurin und Choreographin Aletta Collins erarbeitet. Die Produktion ist auch nach den Barocktagen noch an drei Abenden zu erleben (4., 6. und 8. Dezember).

Wiederaufgenommen wurden zwei Werke von Monteverdi: L'Incoronatione die Poppea, inszeniert von Eva-Maria Höckmayr und unter der musikalischen Leitung von Diego Fasolis sowie L'Orfeo in der Regie von Sasha Waltz, dirigiert von Leonardo García Alarcón, der ebenso ein Debut an der Staatsoper gefeiert hat. Im Apollosaal war A Monteverdi Project, eine Tanz-/Theaterperformance der israelischen Regisseurin und Choreographin Saar Magal nach Musik von Monteverdi, zu erleben. Eine Uraufführung, die den Bogen von den Barocktagen zu Linden 21 schlug.

Das Konzertprogramm der ersten Barocktage umfasste in zehn Tagen 13 Konzerte von internationalen Orchestern, Ensembles und Solisten. Zu erleben waren Les Musiciens du Louvre dirigiert von Marc Minkowski, Les Talens Lyriques unter der Leitung von Christophe Rousset, La Capella Reial de Catalunya und Le Concert des Nations unter der Leitung von Jordi Savall, die Akademie für Alte Musik, das Vokalensemble Voces Suaves sowie Auftritte von Solisten wie Dorothee Oberlinger, Dmitry Sinkovsky, Alexandre Tharaud und Ambroisine Bré. Ergänzt wurde das Programm durch Kinderkonzerte.