Arcadi Volodos. Foto: Marco Borggreve/Klavier-Festival Ruhr

Arcadi Volodos. Foto: Marco Borggreve/Klavier-Festival Ruhr

Start des Klavier-Festivals Ruhr

Das Klavier-Festival Ruhr startet heute Abend mit einem der vielen weltweit verehrten Pianisten, die schon zu Lebzeiten Legenden und bei diesem Festival doch ganz lebensecht zu bewundern sind: Arcadi Volodos, der nicht nur viel Beifall, sondern auch den Preis des Festivals erhalten wird.

Mit einem Auftritt des weltweit gefeierten Pianisten Arcadi Volodos beginnt am Freitag, 15. April, das Klavier-Festival Ruhr. Der vielfach ausgezeichnete Künstler spielt dem Schwerpunkt des Festivals folgend in der Stadthalle Mülheim ein reines Brahms-Programm. Intendant Franz Xaver Ohnesorg zeichnet Volodos am Ende des Konzerts mit dem Preis des Klavier-Festivals Ruhr aus. Das Festival endet am 10. Juli mit einem gemeinsamen Auftritt von Martha Argerich und Daniel Barenboim in der Philharmonie Essen.

Mit 69 Veranstaltungen in 23 Orten zwischen Münster, Hagen und Mönchengladbach ist das Klavier-Festival Ruhr das international größte Pianistentreffen. Unter den rund 135 Solisten aus 26 Ländern sind Klavier-Legenden wie Krystian Zimerman, Sir Andras Schiff, Maria João Pires, Dame Mitsuko Uchida oder Elisabeth Leonskaja und erfolgreiche Jungstars wie Daniil Trifonov, Khatia Buniatishvili und Igor Levit. 41 Pianisten geben ihr Debüt auf den Podien rund um Rhein und Ruhr. Schirmherr ist Erich Staake, Vorsitzender des Vorstands der Duisburger Hafen AG, die zugleich Hauptsponsor des diesjährigen Festivals ist.

Den Preis des Klavier-Festivals Ruhr erhält Volodos nach den Worten von Intendant Franz Xaver Ohnesorg für seine außergewöhnlichen künstlerischen Leistungen und für die langjährige Verbundenheit mit dem Festival. Schon zwei Jahre nach seinen Aufsehen erregenden Debüts in New York und London spielte Volodos 1998 erstmals beim Klavier-Festival Ruhr. Nun kehrt er mit seinem Brahms-Abend in Mülheim zum 15. Mal zurück.

Der 1972 in St. Petersburg geborene Pianist studierte zunächst Gesang und Dirigieren, ehe er sich ab 1987 ganz dem Klavierspiel widmete und seine pianistische Ausbildung am Moskauer Konservatorium bei Galina Jegiasarowa sowie in Paris und Madrid bei Dmitri Bashkirov fortsetzte. Bereits in dieser Zeit lehnte Volodos jede Teilnahme an einem Musikwettbewerb ab. Seit seinem New York-Debüt im Jahre 1996 arbeitet Volodos weltweit mit allen führenden Orchestern und Dirigenten wie Riccardo Chailly und Valery Gergiev zusammen.

Seine Debüt-CD mit anspruchsvollen Klaviertranskriptionen 1997 war ein medialer Großerfolg. Doch Volodos will nicht nur als extrovertierter Virtuose gesehen werden: Mit seinen CD-Einspielungen von Werken Franz Schuberts und des Spaniers Federico Mompou hat er sich auch als Klavierpoet bewiesen. Dafür wurde er unter anderem mit einem ECHO Klassik und dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet.

Den Preis des Klavier-Festivals Ruhr hat Franz Xaver Ohnesorg für den Initiativkreis Ruhr ins Leben gerufen, um außerordentliche künstlerische Leistungen zu ehren. Der Ehrenpreis wird durch die Stahlplastik „Diapason“ des Düsseldorfer Bildhauers Friederich Werthmann symbolisiert. Mit dem Preis verbindet sich ein Stipendium, das der Geehrte an einen jungen Pianisten seiner Wahl vergeben kann.

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