Dirigent Michael Christie. Bild: Krista Campbell

Dirigent Michael Christie. Bild: Krista Campbell

Steve Jobs als Bühnenfigur

Eine Oper über Steve Jobs, den Apple-Mitgründer, wird in diesem Monat in Santa Fe auf die Bühne gebracht: "The (R)evolution of Steve Jobs" heißt sie. Komponist ist Mason Bates, Dirigent Michael Christie.

"Eine Welt, die so noch nie auf der Opernbühne zu sehen war", will die Bühnenbildnerin Victoria Tzykun den Zuschauern bieten. Natürlich gehören Lichtinstallation und Videoprojektionen dazu. Die Produkte, die Jobs und sein Team ersonnen haben, hätten Staunen ausgelöst, das in der Produktion eingefangen werden solle, erklärt sie. Die einschneidenden neuen Technologien sollen mit den hergebrachten Mitteln der Bühne kombiniert werden. Das Libretto von Mark Campbell konzentriert sich auf Szenen aus dem Leben von Steve Jobs, die allerdings keine chronologische Biografie erzählen, sondern eher Schlaglichter auf sein Werden und Wirken werfen. Die Oper endet mit der Feststellung des großen Einflusses, den Jobs auf die Menschheit hatte, soweit dies aus der Inhaltsangabe abgelesen werden kann, aber ohne diesen Einfluss zu glorifizieren.
Man darf gespannt sein, ob die europäische Apple-Gemeinde das Werk auch nach Deutschland holt. Oder ist die Oper am Ende so gut, dass es die Theater selber tun? Immerhin ist der Komponist Mason Bates ein Mann mit Aufführungen durch die namhaftesten amerikanischen Orchester. Und Dirigent Michael Christie ist ebenfalls ein arrivierter Musiker, Dirigate bei der New York Philharmonic inklusive. Und die Musik? Gemäßigte amerikanische Moderne, die in keinem Film die Zuhörer verschrecken würde.

https://www.santafeopera.org/operas-and-ticketing/the-revolution-of-steve-jobs