Studierende liefern überzeugende Konzepte ab (v. l.): Jurymitglied Jelka Lüders neben Matei Rusu, Polychronis Karamatidis (3. Preis), Maria Yovkova und Peter Loreck (1. Preis), Vivian Keischgens und Barbara Greshake (3. Preis) sowie den Jurymitgliedern

Studierende liefern überzeugende Konzepte ab (v. l.): Jurymitglied Jelka Lüders neben Matei Rusu, Polychronis Karamatidis (3. Preis), Maria Yovkova und Peter Loreck (1. Preis), Vivian Keischgens und Barbara Greshake (3. Preis) sowie den Jurymitgliedern Prof. Dr. Matthias Schröder, Prof. Lydia Grün und Maria Klaas. Foto: HfM Detmold/Plettenberg

Studenten fit machen für Unternehmen Musik

Die Kombination von musikalischer Fachkompetenz mit unternehmerischem Denken wurde an der Hochschule für Musik Detmold zum fünften Mal mit Preisgeldern belohnt.

Die Jury des Wettbewerbs „Unternehmen: Musik", bestehend aus den Hochschulvertretern Prof. Lydia Grün, Jelka Lüders und Prof. Dr. Matthias Schröder sowie Maria Klaas von der IHK Lippe, hatte in diesem Rahmen einen ersten Preis, zwei dritte Preise sowie zwei Nominierungsprämieren an begabte Studierende vergeben. Die eingereichten Projekte hatten Themen wie kulturelle Teilhabe, Erschließung neuer Zielgruppen, komplexe gesellschaftliche und politische Fragen, prekäre wirtschaftliche Situationen oder musikalische Nachwuchsförderung zum Inhalt. 

Der 1. Preis im Wert von 7.500 Euro ging an die Pianistin Maria Yovkova und den Hornisten Peter Loreck. Das Projekt „Triff dein Instrument" richtet sich an Kinder im Alter zwischen vier und sechs Jahren. Es hat zum Inhalt, diesen die Teilhabe an Musik möglichst früh zu ermöglichen, indem sie zahlreiche Instrumente im Kindergartenalltag kennenlernen und im Rahmen von Unterrichtseinheiten ausprobieren können. Auf dieser Basis fällt ihnen die Wahl eines entsprechenden Wunschinstruments leichter. Gelobt wurde das Konzept, aber auch Yovkovas und Lorecks unternehmerisches Denken mit viel Marktpotential sowie zusätzlich die Wahl einer wichtigen Zielgruppe. 

Der erste 3. Preis ging an das Duo con Spirito, bestehend aus dem Gitarristen Matei Rusu und dem Flötisten Polychronis Karamatidis. Ihnen wurde ein Betrag von 3.000 Euro für die Durchführung ihres Projekts „Die Stimme hinter Mauern" zugesichert: Anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges 2020 möchten die beiden Musiker Werke von jüdischen Komponisten, die im Konzentrationslager komponiert worden sind, an zahlreichen Orten Europas, u. a. in Griechenland und Polen, präsentieren und auf CD dokumentieren. 

Der zweite 3. Preis ging an zwei Studentinnen, die in Detmold im Weiterbildungsstudiengang Musikvermittlung/Musikmanagement studieren. Ihr Projekt „UN(i)GEWÖHNLICH KLASSISCH" steht für ungewöhnlich, innovativ und ungebunden. Beide wollen dazu beitragen, klassische Musik Studierenden an Universitäten zugänglich zu machen – und dies auf einfache und unkomplizierte Weise. Gleichzeitig soll das Projekt MusikerInnen eine Plattform bieten, sich auszuprobieren. Für diese Initiative erhalten beide ein Preisgeld von 1.000 Euro sowie eine zusätzliche Förderung von 2.000 Euro für die Durchführung des Projektes an der Universität Bremen. 

Ziel des von Kuratoriumsmitglied Prof. Dr. Arend Oetker über die Stiftung der HfM Detmold mit 15.000 Euro geförderten Wettbewerbs ist es, Studierende auszuzeichnen, die aus spontanen Ideen ein Projekt oder ein Gründungskonzept bis zur Umsetzungsreife entwickeln und ihre Pläne vor dem Hintergrund der finanziellen und zeitlichen Machbarkeit überzeugend vor einer Jury präsentieren können.