Das Cover des neuen FONO FORUM.

Das Cover des neuen FONO FORUM.

Thelonious Monk und Daniil Trifonov

100 Jahre alt wäre er heute geworden: Thelonious Sphere Monk. Das neue FONO FORUM (11/2017, ab 18. Oktober im Handel) widmet ihm eine ungewöhnliche Hommage und spricht mit dem vielleicht Größten der jüngeren Klassik-Pianistengeneration: Daniil Trifonov.

Nur auf den ersten Blick (vielleicht auch noch auf den zweiten) scheint es kaum größere Gegensätze zu geben, als zwischen Thelonious Monk und Daniil Trifonov. Der eine, 1982 verstorben, war berühmt für seine fast schnoddrige, bewusst unperfekte Art, Melodien immer wieder auszubremsen, mal ironisch, mal emotional motiviert. Der andere, 1991 geboren, ist schon jetzt die Verkörperung des perfeken, höchsten Virtuosentums mit der vollendeten Interpretationsgabe.

Und doch - bei allen noch so großen Unterschieden gibt es zwischen Thelonious Monk und Daniil Trifonov eine Verbindung, die tiefer geht, als alle biographischen Details glauben machen: die seltene Fähigkeit, die Sprache der Musik so natürlich zu sprechen, dass man immer glaubt, die beiden spielten nur für einen ganz persönlich. Zwei Genies, zwei Musikwelten: Im neuen FONO FORUM, das ab 18. Oktober in guten Fach- und Bahnhofsbuchhandlungen zu bekommen ist, widmen wir uns diesen beiden Jahrhundertpianisten. 

Berthold Klostermann belässt es im Falle Monks allerdings nicht bei einer repetitiven Hommage, sondern sucht die Wurzeln, die spätere Musikgenerationen im Schaffen von Monk geschlagen haben. Und Arnt Cobbers spricht mit Daniil Trifonov über die Aufnahme der beiden Chopin-Konzerte in der Orchsterfassung von Michail Pletnew und darüber, warum der Verstand des Pianisten nicht der Musik folgen, sondern ihr voraus sein sollte.

Dazu gibt es wieder viele Rezensionen der besten Klassik- und Jazz-Platten und viele Informationen aus dem Musikleben. Weitere Porträts sind u. a. dem Tenor Juan Diego Florez und dem Komponisten Valentin Silvetrov gewidmet.