Asrael von Suk mit den Essener Philharmonikern bei Oehms.

Asrael von Suk mit den Essener Philharmonikern bei Oehms.

Trauersymphonie mit Todesengel

Der tschechische Dirigent der Essener Philharmoniker Tomáš Netopil legt mit seinem Orchester eine Live-Aufnahme der Symphonie "Asrael" von Josef Suk vor.

Die Aufführung der Sinfonie „Asrael" von Josef Suk unter der Leitung von Generalmusikdirektor Tomáš Netopil war einer der Höhepunkte in der aktuellen Konzertsaison der Essener Philharmoniker. Das Label Oehms Classics veröffentlicht das Werk des tschechischen Komponisten jetzt auf CD als Live-Aufnahme dieses Konzertes aus dem Alfried Krupp Saal der Philharmonie Essen. Erhältlich sein wird die CD ab Samstag, 29. April 2017.

Der tschechische Geiger und Komponist Josef Suk (1874-1935) war nicht nur Kompositionsschüler und Lieblingsstudent von Antonín Dvořák, sondern ihm nach der Hochzeit mit dessen Tochter Otylka als Schwiegersohn verbunden. Dvořáks Tod im Jahr 1904 und Otylkas Tod nur 14 Monate später waren der tragische Anlass zur Komposition der Sinfonie c-Moll, op. 27 mit dem Titel „Asrael" – benannt nach dem Todesengel der islamischen Tradition. In der fünfsätzigen Trauersinfonie bildete sich der spätromantische Stil Suks definitiv heraus. Vergleichbar ist das Werk mit einer anderen Sinfonie in c-Moll – mit Gustav Mahlers Zweiter. „Asrael" ist ein Hauptwerk in Suks Œuvre wie in der tschechischen Musik überhaupt.