Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und Hochschule für Musik und Theater München unterzeichnen Partnerschaftsvertrag. Foto: Gregory Giakis

Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium und Hochschule für Musik und Theater München unterzeichnen Partnerschaftsvertrag. Foto: Gregory Giakis

Tschaikowsky-Konservatorium als Partner

Im Zentrum der engeren Zusammenarbeit zwischen beiden Musikhochschulen sollen insbesondere ein stärkerer Austausch in den Bereichen Musikwissenschaft, Neue Musik, Chorleitung und Historische Aufführungspraxis sowie die Entwicklung gemeinsamer Projekte stehen.

Prof. Alexander Sokolov, Rektor des Staatlichen Tschaikowsy-Konservatoriums Moskau, und Prof. Dr. Bernd Redmann, Präsident der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM), haben in Moskau in Anwesenheit von Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und Ministerialdirigent Toni Schmid einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. 

Prof. Redmann: „Das Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium ist eine der renommiertesten und traditionsreichsten Ausbildungsstätten für Musik weltweit. Ich freue mich sehr, dass wir durch diesen Vertrag die Voraussetzungen schaffen, dass unsere Musikstudierenden von den Stärken der jeweils anderen Hochschule profitieren können. In politisch unruhigen Zeiten ist es umso wichtiger, dass die lebendigen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland im Kulturbereich gestärkt werden. Im Rahmen der Ausbildung zukünftiger Musikergenerationen können wir nun dazu unseren Beitrag leisten.“

Ein erstes Kooperationsprojekt zwischen dem Moskauer Tschaikowsy-Konservatorium und der HMTM fand bereits im November/Dezember 2016 statt. Die Ensembles für Neue Musik der beiden Hochschulen – das Ensemble Studio für Neue Musik Moskau unter Leitung von Prof. Igor Dronov und das Ensemble oktopus unter Leitung von Prof. Konstantia Gourzi – hatten sich in kleinen Besetzungen gegenseitig besucht und in München (23.11.2016) und Moskau (2.12.2016) Werke von russischen und deutschen zeitgenössischen Komponisten aufgeführt.

Präsident Redmann reiste als Teil der Wissenschaftsdelegation der bayerischen Staatsregierung nach Moskau. Von Mittwoch, 15. März, bis Freitag, 17. März 2017, hält sich Ministerpräsident Horst Seehofer in Begleitung von Wirtschaftsministerin Ilse Aigner, Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle und Landwirtschaftsminister Helmut Brunner in der russischen Hauptstadt auf. Ziel der Reise ist es, die Beziehungen zwischen Bayern und Russland in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur, Bildung und Landwirtschaft zu verbessern und in einer Zeit großer sicherheitspolitischer Herausforderungen und einer Welt von Krisen und Konflikten mit Russland im Gespräch zu bleiben.