Peter Ruzicka. Foto: Dominik Odenkirchen

Peter Ruzicka. Foto: Dominik Odenkirchen

Uraufführung an der Staatsoper Hamburg

Die Staatsoper Hamburg bringt am 3. Juni als von ihr vergebenes Auftragswerk Peter Ruzickas Oper _BENJAMIN_ über den deutschen Philosophen und Kulturwissenschaftler Walter Benjamin zur Uraufführung.

Zur Uraufführung seiner neuen Oper steht Peter Ruzicka selber am Pult des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg, Regie führt Yona Kim. Walter Benjamin war deutscher Philosoph und Kulturwissenschaftler. Sein Lebensweg als Jude und Marxist durch das 20. Jahrhundert war unstet und irrend. Die Figuren, die in dieser Oper Benjamins letzten Lebensweg mitgehen, stecken seinen Wirkungsbereich ab. Hannah Arendt sprach von der „Banalität des Bösen“, Benjamins Schachpartner Bertolt Brecht polemisierte gegen seinen „jüdischen Faschismus“, der Kabbala-Forscher Gershom Scholem wollte den Freund nach Israel holen, mit der lettischen Schauspielerin Asja Lacis phantasierte Benjamin über proletarisches Kindertheater. Nicht die Weltrevolution, sondern die „schwache messianische Kraft“ wies Benjamin den Weg in eine gerechte Gesellschaft. Auf der Flucht in die USA nahm sich Benjamin 1940 in der spanischen Grenzstadt Port-Bou das Leben. Die Uraufführung findet statt am Sonntag, 3. Juni 2018, um 18.00 Uhr, weitere Vorstellungen folgen am 6., 10., 13. und 16. Juni jeweils um 19.30 Uhr. Ruzicka ist einer der erfolgreichsten Musikmanager und Komponisten der vergangenen Jahrzennte. Er war Intendant der Hamburgischen Staatsoper und der Salzburger Festspiele, die er derzeit seit 2015 wieder geschäftsführend leitet.