Das Danish String Quartett. Foto: Caroline Bittencourt

Das Danish String Quartett. Foto: Caroline Bittencourt

Usedom zeichnet viele deutsch-dänische Verbindungslinien

Einer der vergessenen Stars des 19. Jahrhunderts wurde am 22. Februar vor 200 Jahren geboren: Niels Gade. Das 24. Usedomer Musikfestival widmet dem dänischen Meisterkomponisten zahlreiche Konzerte. Das FONO FORUM sagt in seiner aktuellen Ausgabe: Zeit, ihn wiederzuentdecken.

Große Stars und verborgene Schätze gelte es zu entdecken und das besondere Flair der Insel Usedom an der pommerschen Bucht zu genießen, freut sich Festivalintendant Thomas Hummel: „Von MVs größtem Industriedenkmal, dem Kraftwerk in Peenemünde im Norden bis ins polnische Swinemünde im Osten, von den eleganten Kaiserbädern an der Ostsee bis in den idyllischen Lieper Winkel am Achterwasser – unsere musikalischen Hochkaräter feiern Dänemarks Musikvielfalt in exklusiven Programmen auf der ganzen Sonneninsel."

Der Komponist Niels Wilhelm Gade, 1817 in Kopenhagen geboren und 1890 ebenda verstorben, zählt zu den großen Unbekannten der Musikgeschichte. Obwohl seine vierte Symphonie op. 20 zwischen 1850 und 1890 eines der meistgespieltesten Werke eines lebenden Komponisten weltweit war, wie statistische Auswertungen ergeben haben, kennt man den berühmtesten dänischen Komponisten des 19. Jahrhunderts heute kaum noch.

Das Usedomer Musikfestival möchte dies ändern und widmet dem Nachfolger Felix Mendelssohns Bartholdys im Amt des Gewandhauskapellmeisters in Leipzig hochkarätige Konzerte. Das Danish String Quartet kombiniert gleich zur Eröffnung des Usedomer Musikfestivals am 23. September mit dem exzellenten NDR Chor seine Musik mit der seines besten deutschen Freundes – Felix Mendelssohn Bartholdy. 

David Geringas und seine musikalischen Freunde feiern am 26. September im Schloß Stolpe Robert Schumann und dessen musikalische Freunde. Zu ihnen gehörte nicht nur Johannes Brahms, sondern auch der dänische Komponist, der mit Schumann zusammen in Leipzig lebte und dem deutschen Romantiker seine Sonate d-moll op. 21 widmete. Esther und Lea Birringer widmen sich neben Gade seinem berühmten Schüler Carl Nielsen. Und das NDR Elbphilharmonie Orchester spielt unter der Leitung des lettischen Dirigenten Andris Poga das erste Werk Gades, mit dem er schlagartig berühmt wurde: Seine Konzertouvertüre „Nachklänge von Ossian" op. 1 zum krönenden Finale am 13. Oktober.

www.usedomer-musikfestival.de