Niels Wilhelm Gade. Foto: Den Hirschsprungske Samling

Niels Wilhelm Gade. Foto: Den Hirschsprungske Samling

Verständigung der Ostseeanrainer durch Musik

Das 24. Usedomer Musikfestival wirft vom 23. September bis 14. Oktober einen intensiven Blick auf die musikalische Vielfalt Dänemarks und bringt ein Stück musikalisches Glück mit, aus dem laut „World Happiness Report" von 2016 „glücklichsten Land der Welt".

Von Folklore, über Jazz, Chor-, Orchester- und Kammermusik entdeckt das Festival auf Usedom für drei Wochen große Stars und verborgene Schätze des europäischen Nachbarn in rund 40 Konzerten, Lesungen und Ausstellungen auf dem Eiland an der südlichen Ostseeküste, nahe der dänischen Insel Bornholm.

Erwartet werden der dänische Cellist Andreas Brantelid, die Sängerin Gitte Hænning, der Schauspieler Ulrich Noethen, der NDR Chor, das Danish Piano Trio, das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Andris Poga und viele mehr. Als besonderes Highlight und als Artists in Residence erleben Zuhörer das Daanish String Quartet oder das MidtVest Ensemble.

Länderverbindender Dialog hat auf der Zwei-Länder-Insel, die sich Deutsche und Polen teilen, Tradition. 1994 gegründet, fördert das Usedomer Musikfestival seit 1999 mit seinen Länderschwerpunkten die Verständigung der Ostseeanrainer durch Musik. Thomas Hummel, Intendant des Usedomer Musikfestivals: „Dänemark und Usedom verbinden nicht nur die Ostsee oder liebliche Buchenwälder an weiten, weißen Sandstränden, sondern auch ein Komponist: der frühere Gewandhauskapellmeister Niels Wilhelm Gade aus Dänemark. Er zählte im 19. Jahrhundert zu den großen Stars der Musik. Wir feiern sein 200-jähriges Jubiläum und freuen uns auf unvergessliche Musikmomente an den schönsten Orten der Sonneninsel: den Drei Kaiserbädern, der Achterwasseridylle, im gewaltigen Kraftwerk in Peenemünde und auch im polnischen Świnoujście."  

Bereits zum Sommerkonzert im Kraftwerk Peenemünde am 26. August stimmen das auf Usedom gegründete Baltic Sea Philharmonic und der russische Violinist Mikhail Simonyan unter der Leitung des us-amerikanisch-estnischen Stardirigenten Kristjan Järvi auf die kommende Saison ein: Mit Werken von Nielsen bis Glass und einem musikalischen und visuellen Feuerwerk, das Musik, Projektionskunst, Lichtdesign und Soundeffekte vereint.