Offenbar keine Einigung mit Lübeck: Marc Piollet. Foto: Felix Broede

Offenbar keine Einigung mit Lübeck: Marc Piollet. Foto: Felix Broede

Vertragsverhandlungen gescheitert

Nach zweieinhalb Monaten Verhandlung erklärte die Geschäftsführung der Theater Lübeck gGmbH die Vertragsverhandlungen mit dem Kandidaten für die Position des Lübecker Generalmusikdirektors, Marc Piollet, für gescheitert.

Piollet hatte sich in einem aufwändigen Findungsverfahren sowohl beim Orchester als auch bei der Findungskommission aufgrund seiner hohen künstlerischen Kompetenz durchgesetzt. Bei den anschließenden Vertragsverhandlungen hat das Theater ihm nach eigenen Angaben ein für Lübecker Verhältnisse sehr großzügiges Angebot gemacht. Für Aufsichtsrat und Theaterleitung ist es dabei entscheidend, dass der Generalmusikdirektor seine Arbeitskraft in erster Linie in den Dienst des Lübecker Orchesters und Musiktheaters stellt. Zentrale Anliegen des Lübecker Theaters wurden von Herrn Piollet nicht anerkannt.

Übergangsweise wird weiterhin der Erste Kapellmeister Andreas Wolf das Amt des Kommissarischen Generalmusikdirektors versehen. Die Theaterleitung wird in Absprache mit dem Orchestervorstand geeignete Kandidatinnen und Kandidaten ansprechen, um einen neuen Generalmusikdirektor zu finden.

Dazu sagte der Geschäftsführende Theaterdirektor Christian Schwandt: »Es ist sehr schade, dass es nicht gelungen ist, mit Herrn Piollet eine vertragliche Einigung zu erzielen. Das Theater ist in den Zugeständnissen an ihn schon sehr weit gegangen. Mehr war nach meiner Meinung nicht zu verantworten. Jetzt müssen wir eine Kandidatin oder einen Kandidaten finden, der sich auf die Lübecker Verhältnisse einlässt und mit Kraft und künstlerischer Fantasie den beeindruckenden Erfolgskurs unseres Hauses mit fortsetzt.«