Dieter Ilg. Foto: Till Brönner

Dieter Ilg. Foto: Till Brönner

Vier Musiker mit (mindestens) vier Saiten

Mit der Stanley Clarke Band, der Richard Bona Group, dem Renaud García-Fons sowie dem Dieter Ilg Trio hält die Jazzparty II am 5. November in Ingolstadt gleich vier der weltbesten Bassisten parat.

Mit den Gastspielen der Stanley Clarke Band, der Richard Bona Group, dem Renaud García-Fons und dem Dieter Ilg Trio ist die Jazzparty II in diesem Jahr als „Bass Night“ überschrieben – und setzt neue Maßstäbe für Freunde der tiefen Frequenzen.

Jan Rottau, künstlerischer Leiter der Ingolstädter Jazztage, freut sich über die klanglich tiefergelegte Performance: „Doch nicht nur Bass-Fans kommen hier auf ihre Kosten. Zum einen sind die Bands hochkarätig besetzt, zum anderen bieten die vier Acts höchst unterschiedliche Klänge.“  

Wer Bass sagt, denkt an Stanley Clarke. Der aus Philadelphia stammende Musiker und Grammy-Preisträger gehört nicht nur zu den Pionieren des Fusion, er ist auch maßgeblich für die Emanzipation des Basses in der zeitgenössischen Musik verantwortlicht. Clarke arbeitete seit Karrierebeginn in den frühen 70er Jahren mit Künstlern wie Billy Cobham, George Duke, Jeff Beck und Herbie Hancock zusammen; mit der Band Return To Forever (u.a. Chick Corea, Al Di Meola) und Solo-Alben wie „School Days“ setzte er Meilensteine im Jazz-Rock. Gemeinsam mit seinen drei jungen Begleitern – darunter Wunder-Drummer Michael Mitchell – bringt er live regelmäßig technische Perfektion und überbordende Spielfreude auf einen Nenner.  

Das gilt auch für die Richard Bona Group. Die nach dem „Afrikanischen Sting“ benannte Formation verknüpft in ihren Klängen afrikanische Tradition mit Moderne; Jazz mit Latin, Rock und Worldmusic. Neben seinem eigenen Projekt ist der aus Minta, Kamerun, stammende Bassist auch ein gefragter Sideman. Mike Stern, Lee Ritenour und Bobby McFerrin gehören zu seiner Stammkundschaft.  

Einen ganz anderen musikalischen Ansatz verfolgt der französische Kontrabassist Renaud García-Fons mit seinem Trio „Revoir Paris“. Der „Paganini des Kontrabass“ und ECHO Jazz-Gewinner experimentiert seit 1992 in seinem zwölf Alben umfassenden Solo-Werk stets mit vielen musikalischen Einflüssen, wobei Jazz und Worldmusic stets die Basis bilden.  

Unkonventionell, anspruchsvoll, klassisch motiviert – und dennoch immer am Groove orientiert: Das Trio um den deutschen Ausnahme-Bassisten Dieter Ilg gastiert bei der Jazz Night mit dem Programm „Mein Beethoven“. Damit setzt der ECHO Jazz-Gewinner nach den Alben „Otello“ und „Parsifal“ seine klassisch inspirierte Reise fort.