Rolando Villazon, Star der Deutschen Grammophon, moderiert bei Arte. Foto: Harald Hoffmann/Deutsche Grammophon

Rolando Villazon, Star der Deutschen Grammophon, moderiert bei Arte. Foto: Harald Hoffmann/Deutsche Grammophon

Villazon stellt auf Arte Nachwuchskünstler vor

Ist er der Mr. Bean der Oper, wie er einmal bezeichnet wurde? Oder ein abgetakelter Ex-Tenor, wie ihn manche Kritiker nach der jüngsten Münchner Südpolopernpremiere dargestellt haben? Eins ist Rolando Villazon auf jeden Fall: ein sympathischer Musikvermittler für Groß und Klein, der mit Leidenschaft bei der Arbeit ist.

Wiederholt sich Geschichte? Di Stefano und die Callas? Villazon und Nebtrebko? Natürlich nicht. Physis und Psyche des Menschen sind Gott sei Dank keine Konstanten in den Planzahlen der Manager. Rolando Villazon muss diese Volatilität der menschlichen und künstlerischen Existenz häufig damit bezahlen, dass er Spott über sich ergehen lassen muss.

Es geht in der einizig richtigen Weise damit um: Er lebt sich und die Musik. Er liebe Menschen und Musik, hat Leonard Bernstein gesagt. Das dürfte auch für Villazon gelten. Und so ist er zum glaubwürdigen Vermittler klassischer Musik geworden. Ob er nun im Kinderkanal Kika mit Mädchen und Jungen über deren Musik spricht und diese weiterentwickelt oder ob er - wie nun bei Arte - Kollegen, die noch keinen so großen Namen wie er haben, einen aufmerksamkeitsstarken Rahmen bietet.

Am Sonntag, 14. Februar, 2016 strahlt Arte die erste von vier Folgen der Reihe "Stars von morgen" aus. Die nächsten drei Sendungen folgen an den anschließenden Sonntagen, immer um 18.30 Uhr. In der Auftaktsendung dirigiert der junge Heidelberger Generalmusikdirektor Elias Grandy die Junge Sinfonie Berlin, die Sopranistin Aida Garifullina und der Bariton Iurii Samoilov singen, Felix Klieser spielt Horn und Elodie Baile Harfe.