Patricia Kopatchinskaja residiert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Foto: Marco Borggreve

Patricia Kopatchinskaja residiert im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Foto: Marco Borggreve

Virtuosin mit vielen Interessen

Die Geigerin kann in Berlin auch ihr kompositorisches und dirigentisches Können zeigen. Ihre unmittelbare Wirkung auf das Publikum hat Patricia Kopatchinskaja zu einem weltweit geschätzten Gast gemacht.

Die Geigerin Patricia Kopatchinskaja beginnt im November mit mehreren Konzerten ihre Saison als Artist in Residence am Konzerthaus Berlin. Für den Einstand am 11.11. und 13.11. mit dem Konzerthausorchester unter Chefdirigent Iván Fischer hat sie Schumanns Violinkonzert ausgewählt. Ebenfalls am 11.11. spielt sie mit Pianistin Polina Leschenko ein Late-Night-Konzert um 22 Uhr mit zwei Duo-Werken von Schumann und Webern. Das Saint Paul Chamber Orchestra, mit dem sie eine enge künstlerische Partnerschaft verbindet, leitet sie am 24.11. von der Violine aus durch einen Abend, in dessen Zentrum das von ihr für Streichorchester bearbeitete Schubert-Quartett „Der Tod und das Mädchen“ sowie Mendelssohns Violinkonzert stehen.

Patricia Kopatchinskaja wurde 1977 in der moldauischen Sowjetrepublik (heute Moldawien) in eine Musikerfamilie geboren und bekam ab dem 6. Lebensjahr Violinunterricht. Ihre Mutter ist Geigerin, der Vater spielt das Zymbal. In Wien, wohin die Familie 1989 emigrierte, sowie in Bern absolvierte Patricia Kopatchinskaja ihr Violin-und Kompositionsstudium. Sie gilt als eine der außergewöhnlichsten und packendsten Interpretinnen der Violinliteratur vom Barock bis zur Moderne und zu zeitgenössischen Auftragswerken. Sie ist mit fast allen führenden Sinfonieorchestern als Solistin aufgetreten, spielt Kammermusik und hat über zwanzig CDs aufgenommen, beispielsweise mit Fazil Say, Musicaeterna und Teodor Currentzis oder dem London Philharmonic Orchestra und Vladimir Jurowski. Im Laufe ihrer Karriere hat sie viele Preise erhalten – so von der Royal Philharmonic Society für ihre außerordentlichen Live-Auftritte in Großbritannien als „Instrumentalistin des Jahres 2013“. Patricia Kopatchinskaja spielt ein Instrument von Giovanni Francesco Pressenda aus dem Jahr 1834.