Der Lohengrin aus Krefeld/Mönchengladbach geht in Finnland an Land. Foto: Thomas Esser

Der Lohengrin aus Krefeld/Mönchengladbach geht in Finnland an Land. Foto: Thomas Esser

Vom Niederrhein nach Estland

Das Ensemble der Oper Krefeld und Mönchengladbach geht noch nicht in die Sommerpause: Es gastiert zuvor beim Saaremaa Opera Festival.

Vom 18. bis 22. Juli sind die Niederrheinischen Sinfoniker und das Opernensemble aus Krefeld und Mönchengladbach beim Saaremaa Opera Festival zu Gast. Generalmusikdirektor Mihkel Kütson, geboren in Tallinn, erwartet mit den Auftritten auf der estnischen Ostseeinsel ein „Heimspiel“. Durch ihn ist das Gastengagement zustande gekommen: „Ich kenne das Festival schon seit seinem Ursprung. Inzwischen liegt es in den Händen von Eesti Kontsert, dem größten Konzertveranstalter Estlands“, erzählt der Dirigent.

Im Laufe der Jahre wurde es zur Tradition, dass jedes Jahr ein Gasttheater an dem Festival teilnimmt. So erinnert sich Kütson an Auftritte der Moskauer Helikon-Oper, der Nationaloper Georgiens oder der Türkei. Auch er selbst war in den vergangenen Jahren mehrfach zu Gast, dirigierte etwa sein damaliges estnisches Orchester in Donizettis „Maria Stuarda“ und das ukrainische Gastorchester in der traditionellen Operngala. Denn bei dieser Gala teilen sich der Dirigent des Gasttheaters und ein Dirigent aus Estland das Programm.

„Diesmal sind es trotzdem zwei Esten, die die Gala leiten“, lacht Kütson. Ort des beliebten Festivals ist eine ehemalige Bischofsburg aus dem 13. Jahrhundert in Kuressaare. In dieser Burganlage werden eigens eine Bühne und eine Zuschauertribüne mit über 2000 Plätzen aufgebaut. „Die letzten Zuschauerreihen befinden sich schon auf dem Schutzwall der Burg“, so Kütson.