Von Braunschweig nach Aarhus

Der Operndirektor des Staatstheaters in Braunschweig geht nach Aarhus. An der bald alten Wirkungsstätte von Philipp Kochheim sieht man das auch als Auszeichnung für die eigene Arbeit.

Philipp Kochheim, Operndirektor am Staatstheater Braunschweig, wechselt an die dänische Nationaloper. Ab der Spielzeit 2017 / 2018 wird er General Manager und Artistic Director am Opernhaus in Aarhus, der zweitgrößten Stadt in Dänemark und der europäischen Kulturhauptstadt 2017. Er folgt in dieser Position auf Annilese Miskimmon, die zukünftig das Opernhaus in Oslo als Intendantin verantwortet.

Philipp Kochheim studierte Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Neuere Deutsche Literatur in München und inszeniert seit 1998 an zahlreichen Häusern in Deutschland. Für seine Opern-, Musical- und Schauspielinszenierungen wurde er vielfach ausgezeichnet. Seit März 2013 ist Kochheim als Operndirektor am Staatstheater Braunschweig engagiert.

Kochheim inszenierte dort u.a. Jenő Hubays »Anna Karenina«, Astor Piazzollas »María de Buenos Aires«, Leonard Bernsteins »West Side Story« und Bernard Herrmanns »Wuthering Heights«. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit ist die Wiederentdeckung historischer Opernstoffe, mit denen das Musiktheater des Staatstheaters vielfach überregionale und internationale Beachtung gefunden hat. Verabschieden wird er sich mit einer weiteren Ausgrabung, mit Riccardo Zandonais »Giulietta e Romeo«. Er verlässt das Staatstheater zum 1. Mai 2017. Seine Nachfolgerin in Braunschweig ist ab der Spielzeit 2017 / 2018 Isabel Ostermann unter der Intendanz von Dagmar Schlingmann.