Georges Delnon, Orchesterintendant, und Chefdirigent Kent Nagano präsentierten die Spielzeit 18/19. Foto: Bertold Fabricius

Georges Delnon, Orchesterintendant, und Chefdirigent Kent Nagano präsentierten die Spielzeit 18/19. Foto: Bertold Fabricius

Von Kontrasten und Dialogen

Startenor Klaus Florian Vogt zählt zu den Gästen des Staatsorchesters Hamburg in der Spielzeit 2018/19. Die Programme des Orchesters setzen Altes und Neues in Bezug zueinander.

Georges Delnon, Intendant des Philharmonischen Staatsorchesters und Chefdirigent Kent Nagano haben heute das Programm der Spielzeit 2018/2019 vorgestellt. Mehr als 30 Konzerte finden in der Elbphilharmonie statt. Die Konzertsaison 2018/19 steht programmatisch ganz im Zeichen von Kontrasten und Dialogen.

Standen in der laufenden Saison 2017/18 Komponistenporträts im Vordergrund, werden nun klassische Meisterwerke mit modernen und zeitgenössischen Werken konfrontiert. So spielt gleich das erste Philharmonische Konzert mit Christian Zacharias als Dirigent und Klaviersolist mit der Gegenüberstellung der Werke von Haydn und Mozart mit Schönberg.

Im 2. Philharmonischen Konzert dirigiert Kent Nagano neben Beethovens Violinkonzert auch die 4. Symphonie von Charles Ives. Mit Werken wie „La Noche de los Mayas“ des Mexikaners Silvestre Revueltas stehen auch Komponisten auf dem Programm, die hierzulande noch auf ihre Entdeckung warten, während sie in ihren Heimatländern längst Klassiker sind.

Mehr als 30 Konzerte veranstaltet das Philharmonische Staatsorchester in der Elbphilharmonie, hinzu kommen weitere Konzerte in verschiedenen Stadtteilen. Ende Februar unternimmt das Orchester außerdem eine zweiwöchige Tournee durch Spanien. Chefdirigent Kent Nagano dirigiert in der neuen Spielzeit fünf Philharmonische Konzerte sowie das Silvesterkonzert und das Sonderkonzert zum Internationalen Musikfest Hamburg. Zu hören sind Klassiker wie Mozart, Beethoven oder Brahms. Daneben wird Hamburgs Generalmusiker aber auch moderne Werke aufführen, wie Ligetis „Requiem“ und „Atmosphères“ oder Widmanns „Con brio“.  

Gastdirigenten der Philharmonischen Konzerte sind Christian Zacharias, Alondra de la Parra, Bertrand de Billy, Paolo Carignani und Dennis Russell Davies. Als Solisten werden unter anderem die Pianisten Lucas Debargue und Herbert Schuch sowie die Violinistin Viktoria Mullova in der Elbphilharmonie zu hören sein. Ein Wiedersehen gibt es mit der jungen Cellistin Camille Thomas, ECHO Klassik Preisträgerin 2017, die bereits im Rahmen der ECHO-Gala mit dem Philharmonischen Staatsorchester aufgetreten ist. Philharmoniker-Konzertmeister Konradin Seitzer wird als Solist mit Mendelssohns Violinkonzert zu hören sein. Zu Gast sind auch der MDR Rundfunkchor, die Audi Jugendchorakademie, der Harvestehuder Kammerchor, das ChorWerk Ruhr sowie der Arnold Schoenberg Chor Wien und der Staatschor Latvija.  

Auch in den Philharmonischen Kammerkonzerten stehen spannende Gäste auf der Bühne in der Elbphilharmonie: Erstmals wird Jan Philipp Reemtsma als Rezitator in den Philharmonischen Kammerkonzerten in Erscheinung treten. In einem Sonderkammerkonzert wird der Tenor Klaus Florian Vogt mit der „Schönen Müllerin“ einen der wichtigsten Liederzyklen der Romantik zur Aufführung bringen. Der ehemalige Hornist des Orchesters wird dabei eine neue Bearbeitung des renommierten Arrangeurs Andreas N. Tarkmann singen, bei der das Klavier durch eine von Franz Schubert selbst kreierte Oktett-Besetzung ersetzt wird.  

In der Reihe Musik und Wissenschaft steht im Mai 2019 das Thema „Europa – Idee und Realität“ im Mittelpunkt. In drei Themenkonzerten werden Kammermusik-Programme mit rund 30-minütigen Vorträgen aus unterschiedlichen Disziplinen kombiniert. Der musikalische Bogen reicht vom Barock bis in die Gegenwart. Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft stellen ihre Forschung aus den Bereichen der Rechts- und Sozialwissenschaften, aber auch der archäogenetischen Forschung vor. Dabei geht es um den Euro, das Demokratieverständnis in Osteuropa, die sozialen Auswirkungen der Finanzkrise oder auch die Besiedelung Europas in der frühen Menschheitsgeschichte. Die interdisziplinäre Reihe Musik und Wissenschaft wurde 2016 in Kooperation mit der Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V. gegründet.   Die Spielzeit wird wie in den Vorjahren eröffnet durch eine Philharmonische Akademie.

Der Einzelkarten-Vorverkauf für die Konzerte des Philharmonischen Staatsorchesters der Saison 2018/19 beginnt am 21. Juni 2018. Pro Person können bis zu vier Karten für ein Konzert und insgesamt bis zu 10 Karten erworben werden. Abonnements können in der Zeit vom 28. März 2018 bis zum 19. April 2018 bestellt werden. Erstmals können neben Einzelkarten auch die Abonnements im Internet bestellt werden. Gehen bis zum 19. April mehr Abonnementsanfragen ein, als Plätze verfügbar sind, entscheidet das Los. Neben den klassischen Konzertabonnements gibt es auch eine Reihe von Kombi-Angeboten mit Veranstaltungen der Hamburgischen Staatsoper. In der Saison 2018/19 wird es ein neues Familien-Abo geben: Es enthält fünf ausgewählte Veranstaltungen, darunter zwei Philharmonische Konzerte in der Elbphilharmonie sowie eine Oper und ein Ballett in der Staatsoper.

www.staatsorchester-hamburg.de