Das Glück des Gauklers beim Telemania-Festival in Magdeburg. Kathrin Singer

Das Glück des Gauklers beim Telemania-Festival in Magdeburg. Kathrin Singer

Von Musical bis Fußballstadion

Im Telemann-Jahres 2017 startete die Veranstaltungsreihe „Telemania“, die Georg Philipp Telemann anlässlich seines 250. Todestages auf eine besondere Weise würdigen soll und inzwischen als beispielhaftes Projekt für die Kulturhauptstadtbewerbung Magdeburgs gilt.

Telemania-Intendant Marco Reiß war im Januar mit dem Anspruch angetreten, Telemann gerade denjenigen Magdeburgern nahezubringen, die mit dem Komponisten bislang nichts oder nur wenig in Verbindung bringen konnten. So wurde auf Telemann in einem Musical zurück gegriffen, befassten sich 70 jugendliche Wettbewerbsteilnehmer an einem Kreativwettbewerb und 17 junge Komponisten in einem Workshop des Konservatoriums mit ihrer Sicht auf den Meister. Eine Melodie Telemanns, versehen mit einem neuen blau-weißen Text erklang sogar vor mehr als 17.000 Zuschauern im Magdeburger Stadion.

Renommierte Telemann-Interpreten, aber auch ein einzigartiges Netzwerk von Kulturschaffenden der Stadt näherten sich allein bis Ende Mai in 63 Veranstaltungen, darunter Konzerten, Theateraufführungen, Ausstellungen und Workshops dem in Magdeburg geborenen Komponisten. Mehr als 12.000 Besucher konnte das Telemania-Festival dabei bisher zählen.

Der Endspurt der Kernzeit des Telemann-Jahrs bietet allein im Juni noch knapp 30 Veranstaltungen unterschiedlichster Art, von hochkarätig besetzten Konzerten mit den Telemann-Botschaftern Dorothee Oberlinger und Reinhard Goebel bis hin zur rauschenden Barocknacht im Klosterbergegarten für die ganze Familie.

Bis Jahresende wird die „Telemania 2017“ in Magdeburg knapp 100 Veranstaltungen unterschiedlicher Couleur zählen. Nicht zu vergessen sind weitere zahlreichen Veranstaltungen in den zehn Orten des Telemann-Städte-Netzwerkes, welches sich von Polen über Deutschland bis nach Frankreich erstreckt.