Linus Roth. Foto: Dan Carabas

Linus Roth. Foto: Dan Carabas

Vorbereitungen auf den 300. Geburtstag

Das Leopold-Mozart-Kuratorium Augsburg hat den deutschen Violinisten Linus Roth als neuen Künstlerischen Leiter des Internationalen Violinwettbewerbes Leopold Mozart in Augsburg vorgestellt. Zudem erhält der Geiger einen ECHO Klassik.

 

 

„2019 ist ein ganz besonderes Mozartjahr, denn wir feiern dann den 300. Geburtstag von Leopold Mozart, der in Augsburg das Licht der Welt erblickt hat", so Linus Roth im Hinblick auf seine Ernennung zum neuen Künstlerischen Leiter des Internationalen Violinwettbewerbes Leopold Mozart. „Ich freue mich deshalb ganz besonders zum Jubiläumsjahr für den 10. Internationalen Leopold Mozart Wettbewerb Augsburg meine Tätigkeit aufnehmen zu dürfen."

Der Augsburger Violinprofessor Linus Roth erlebt dieser Tage einen weiteren Höhepunkt in seiner Biografie: Er wird einen Echo Klassik am 29. Oktober in Hamburg für die beste Konzerteinspielung (19. Jahrhundert) erhalten. In der gekürten Aufnahme hat er sich Tschaikowskys Violinkonzert in der Originalversion und dem Violinkonzert von Dimitri Schostakowitsch mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Thomas Sanderling gewidmet.  

Der Internationale Violinwettbewerb ist ebenso wie das Deutsche Mozartfest Augsburg wichtiger Teil der Feierlichkeiten zum Leopold-Mozart-Jubiläum in der Deutschen Mozartstadt. Der Kuratoriumsvorsitzende Paul Waning und Simon Pickel, Leiter des Mozartbüros der Stadt Augsburg, freuen sich zusammen mit dem Augsburger Kulturreferenten Thomas Weitzel über die Ernennung Roths und die gemeinsame Gestaltung des Jubiläumsjahrs mit Wettbewerb und Deutschem Mozartfest, welches sich auf die Fahne geschrieben hat, den Pädagogen, Humanisten und aufgeklärten Europäer Leopold Mozart ins Zentrum zu rücken.

Im Geburtsjahr seines genialen Sohnes hat Leopold Mozart seine bedeutende Violinschule in Augsburg veröffentlicht, die in den letzten Jahren dank der Historischen Aufführungspraxis noch einmal eine Renaissance erlebt hat. Ferner werden durch den Internationalen Violinwettbewerb ganz im Sinne von Leopold Mozart enge Verbindungen zur nächsten Generationen von Geigern aufgebaut. „Dieser Kernansatz und einige Strukturen des Wettbewerbs bleiben erhalten", schließt Waning ab.  

Wesentliche Neuerungen hat Linus Roth jedoch ebenso bekanntgegeben. So sollen Schüler und ehemalige Studenten von Juroren und des Künstlerischen Leiters von der Teilnahme ausgeschlossen sein. Die Jury wird nicht nur aus Geigern bestehen, sondern auch mit Musikern anderer Instrumente und Dirigenten besetzt sein. Der Wettbewerb legt Wert auf die Findung einer ausstrahlungsstarken Geigenpersönlichkeit, die sich sowohl solistisch als auch im Zusammenspiel mit anderen künstlerisch beweisen kann. Deswegen wird ein Kammermusikwerk Bestandteil des Pflichtprogrammes sein, dessen Probenarbeit öffentlich ist und erstmalig von der Jury mitbewertet wird. Der Internationale Violinwettbewerb Leopold Mozart wird seit 1987 vom Leopold-Mozart-Kuratorium e.V. veranstaltet und in Kooperation mit der Universität Augsburg sowie dem Mozartbüro der Stadt Augsburg durchgeführt. Als bisherige Preisträger gingen u.a. Isabelle Faust, Benjamin Schmid und Lena Neudauer hervor.