Christian von Kaphengst (Bassist der Festivalband von »Jazz am See«), Torsten Goods (künstlerischer Leiter von »Jazz am See«, Gitarrist und Sänger). Foto: Kilian Reil

Christian von Kaphengst (Bassist der Festivalband von »Jazz am See«), Torsten Goods (künstlerischer Leiter von »Jazz am See«, Gitarrist und Sänger). Foto: Kilian Reil

Warm-Up für zwei Sommerabende

Nach dem Tod der ursprünglich angekündigten Jazz-Größe Al Jarreau musste das Programm neu überdacht werden. Mit dem Branford Marsalis Quartet und special guest Kurt Elling wurde ein hochkarätiger Ersatz für die zweite Konzerthälfte gefunden.

Für Vorfreude auf »Jazz am See« in Erlangen sorgten anlässlich der Vorstellung des Programms Songs von Torsten Goods (Gitarrist und Sänger sowie künstlerischer Leiter von »Jazz am See«), Christian von Kaphengst (Bassist der Festivalband) und Bernhard Pichl am Klavier. In üblich feinfühligem Umgang mit seinem Instrument bot Albrecht Mayer (bei »Klassik am See« in der Dreifachfunktion als künstlerischer Leiter, Dirigent und Solist) Mozarts Oboenkonzert C-Dur, langsamer Satz, mit Klavierbegleitung von Ronald Scheuer (künstlerscher Vorstand des Klassikkultur e.V. und Dirigent bei »Klassik am See«) dar.

Darüber hinaus erklang im Saal des Gemeindehauses die Stimmgewalt von 70 Mitgliedern des Philharmonischen Chores Herzogenaurach, die das Publikum unter dem Dirigat von Ronald Scheuer mit Teilen aus Carls Orffs Carmina Burana in die Welt der Klassik entführten. Die Darbietung ließ erahnen, welche Faszination die Kantate am 26. Juli open air am Dechsendorfer Weiher auslösen soll. Im Rahmen von der neuen Initiative „Junge Talente am See“ in Kooperation mit dem Erlanger Musikinstitut und gefördert von der Max und Justine Elsner Stiftung, trat beim Auf | Takt außerdem die junge Gitarristin Leticia Serejo Kunz auf.

Für die dritte Ausgabe von »Jazz am See« wolle man nun »einen Schritt weiter gehen und über den großen Teich schauen«, so Torsten Goods. Dabei hatten der künstlerische Leiter und der Klassikkultur Verein einige turbulente Monate hinter sich. Nach dem Tod der ursprünglich angekündigten Jazz-Größe Al Jarreau musste das Programm neu überdacht werden. Mit dem Branford Marsalis Quartet und special guest Kurt Elling wurde ein hochkarätiger Ersatz für die zweite Konzerthälfte gefunden. In der ersten Konzerthälfte dürfen sich die Jazz-Freunde auf den Saxophonisten und Sänger Curtis Stigers, host Torsten Goods und Julian Wasserfuhr, aktuell hochgelobtes deutsches Ausnahmetalent an der Trompete, freuen. Die Festivalband be- steht in diesem Jahr aus Jan Miserre (Piano), Felix Lehrmann (Schlagzeug) und Christian von Kaphengst (Bass).

Albrecht Mayer, der für »Klassik am See« 2017 wieder eine Dreifachfunktion als künstlerischer Leiter, Dirigent Solist einnimmt, wird gemeinsam mit seinem Orchesterkollegen und ECHO Preisträger Andreas Ottensamer (Solo-Oboist der Berliner Philharmoniker) die gemeinsame neue CD-Einspielung vorstellen, Franz Danzis Konzert für Klarinette, Englischhorn und Orchester op.47. Mit Ottensamer habe man einen »jungen aufstrebenden Superstar« gewinnen können, schwärmte Albrecht Mayer und fügt hinzu: »und er sieht auch noch gut aus!« – das wird man am Abend des Auf | Takts noch des öfteren zu hören bekommen, man darf also gespannt sein. Als Dirigenten bestaunen können die Konzertgäste Albrecht Mayer im Juli mit Mozarts »Haffner« Sinfonie. Unter dem Dirigat von Ronald Scheuer werden als Höhepunkt des Jubiläumskonzerts gleich drei renommierte Chöre mit rund 200 Sängerinnen und Sängern bestehend aus dem Philharmonischen Chor Herzogenaurach, dem Siemens Chor Erlangen und den Jungen Meistersingern aus Nürnberg sowie drei Gesangssolisten Carl Orffs Kantate Carmina Burana präsentieren.

Klassik am See: Mittwoch, 26. Juli 2017 (Ersatztermin Donnerstag, 27. Juli 2017)

Jazz am See: Sonntag, 23. Juli 2017

www.klassik-am-see.com

www.jazz-am-see.com