Das offizielle Signet der Musikergesundheitstage.

Das offizielle Signet der Musikergesundheitstage.

Wenn Musik krank macht

Auf dem Musikergesundheitstag in Saarbrücken kommen Ärzte, Therapeuten, Instrumentallehrer und ausübende Musiker zusammen. Praktische Anwendungen ergänzen die Theorie.

Musik kann richtig auf die Nerven gehen, vor allem den Musikern. Viele Instrumentalisten können davon ein Lied singen: Die Haltung beim Musizieren kann zu erheblichen Verspannungen führen. Und die Aufregung auch.

Der Musikergesundheitstag in der Hochschule für Musik Saar ist eine eintägige Veranstaltung, in der wirksame Konzepte zur Behandlung und vor allem zur Prävention musikerspezifischer Beschwerden vorgestellt werden. Das Motto lautet in diesem Jahr: „Musizieren mit allen Sinnen“. Das Angebot richtet sich an Dozenten und Studierende der Hochschule für Musik sowie an alle interessierten Berufs- und Laienmusiker.

Der Musikergesundheitstag 2015 wird von der Hochschule für Musik Saar in Zusammenarbeit mit dem Netzwerk „Musikergesundheit Saar“ und mit Unterstützung des Saarländischen Staatsorchesters und der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern veranstaltet. Die Teilnahme ist kostenlos.

Immer häufiger treten bei Musikern schon in jungen Jahren Beschwerden auf wie Tinnitus, Sehnenscheidenentzündungen, Overuse, Aufführungsangst, Wirbelsäulenveränderungen und Ähnliches mehr. Bei frühzeitiger Behandlung muss es erst gar nicht zum Vollbild der Erkrankung kommen.

Zur Prävention musikerspezifischer Beschwerden gibt es eine Reihe von Konzepten, die an diesem Tag vorgestellt werden. Gemeinsames Ziel der Hochschule für Musik Saar und des Netzwerkes Musikergesundheit ist „ein gesundes und motiviertes Musizieren – ein Leben lang“.

Das Netzwerk Musikergesundheit Saar arbeitet als Gruppe von (Musik-)Medizinern, Heilpraktikern, Therapeuten, Pädagogen, Lehrern, Logopäden, Psychologen und Musikern zusammen, um Beschwerden, die bei der Ausübung von Musik auftreten, zu behandeln bzw. – als unser wichtigstes Ziel – diese durch Prävention und Schulung des Körperbewusstseins gar nicht erst entstehen zu lassen.

Das Tagungskonzept sieht Folgendes vor: Zur Einführung wird Prof. Dr. Eckart Altenmüller (Institut für Musikphysiologie und Musikmedizin der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover) einen Vortrag halten über „Musizieren mit allen Sinnen - Fühlen, Spielen und Hören“. Dr. med. Martin Fendel (Peter Oswald-Institut für Musikergesundheit an der Hochschule für Musik und Tanz Köln) spricht über das Thema „Gehörschutz“.

Neben den Schwerpunkten Hören und Stimme werden Referenten sowohl theoretisch als auch praktisch Vorträge, Workshops und Schnupperstunden anbieten (Alexandertechnik, Muskelentspannung nach Jacobson, Qi Gong, Tai Chi, Tinnituszentrierte Musiktherapie, lösungsorientierte Hypnose, Stressreduktion).

Parallel zu den Nachmittagsveranstaltungen besteht die Möglichkeit an einem Seminar zum Gehörschutz mit praktischer Anwendung bei Dr. Martin Fendel teilzunehmen. Ferner gibt es Musikersprechstunden bei Anne Reinhardt und Schnupperstunden mit craniosakraler Körpertherapie bei Iris Jahin Gehl und Achim Biwersi.

Programm

 

9:00 Uhr

Musikalische Eröffnung durch Studierende der HfM Saar Begrüßung durch HfM-Rektor Prof. Wolfgang Mayer Kurze Vorstellung des Netzwerkes “Musikergesundheit Saar“ von Anne Reinhardt

9:30 Uhr

Vortrag von Prof. Dr. med. Eckart Altenmüller „Musizieren mit allen Sinnen – Fühlen, Spielen und Hören“

11.00 Uhr

Pause

11.15 Uhr

Vortrag Dr. med. Martin Fendel: „Gehörschutz praktisch - wie geht‘s?“

12.30 - 13.30 Uhr

Mittagspause

13.30 - 17.00 Uhr

Vorträge, Seminar und Schnupperstunden

Ab 13.30 Uhr können Einzelsprechstunden bzw. Einzeltherapien wahrgenommen werden. Näheres dazu an der Info-Tafel im Eingangsbereich der Hochschule am Veranstaltungstag.

Das detaillierte Tagesprogramm finden Sie unter: www.hfm.saarland.de/mgt-2015.