Cesti-Preisträger 2017: (v.l.) Giulia Bolcato (3. Platz), Emily D'Angelo (1. Platz und Publikumspreis) und Eléonore Pancrazi (2. Platz). Foto: Stefan Demetz

Cesti-Preisträger 2017: (v.l.) Giulia Bolcato (3. Platz), Emily D'Angelo (1. Platz und Publikumspreis) und Eléonore Pancrazi (2. Platz). Foto: Stefan Demetz

Wettbewerb der Innsbrucker Festwochen

In einem niveauvollen Finalkonzert konnte sich die 22-jährige Mezzosopranistin Emily D'Angelo gegen starke Kolleginnen durchsetzen: Sie holte den 1. Platz und den Publikumspreis beim Cesti-Wettbewerb. Auf Platz zwei folgte die Französin Eléonore Pancrazi vor Giulia Bolcato aus Italien.

Über 170 junge Sängerinnen und Sänger aus 39 Nationen meldeten sich zum 8. Cesti Gesangswettbewerb der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik an. Am Ende durfte die kanadische Mezzosopranistin Emily D'Angelo am meisten jubeln: Ihre leidenschaftliche Darbietung einer Arie von Cavalli und einer von Händel begeisterten Jury und Publikum gleichermaßen. Neben dem mit 4.000 Euro dotierten 1. Platz verliehen ihr die Zuseher im Tiroler Landeskonservatorium auch den Publikumspreis. Den zweiten Platz erreichte ebenfalls eine Mezzosopranistin: die 27-jährige Französin Eléonore Pancrazi. Des Weiteren durfte sich die 26-jährige Sopranistin Giulia Bolcato über Platz 3 freuen.

Der Jury, besetzt mit Vertretern wichtiger Opernhäuser, Festivals und Künstleragenturen, fiel die Entscheidung schwer: „Wir erlebten heute die Zukunft der Barockoper", so der Juryvorsitzende Michael Fichtenholz, Künstlerischer Leiter der Händel-Festspiele Karlsruhe. „Das durchwegs hohe Niveau aller Finalistinnen und Finalisten machte uns die Entscheidung unglaublich schwer. Am Ende konnten wir allerdings eine verdiente Siegerin küren." Seit Alessandro De Marchi 2010 den Cesti-Wettbewerb ins Leben gerufen hat, gilt die Veranstaltung als einer der wichtigsten Gesangswettbewerbe für Barockoper.

Neben den Geldpreisen dürfen sich einige Teilnehmer des Wettbewerbs auf attraktive Sonderpreise freuen. Ein Engagement im Rahmen der Resonanzen Wien winkt der zweitplatzierten Eléonore Pancrazi. Aufgrund der hohen Qualität der Teilnehmer ist davon auszugehen, dass einige von Ihnen in der nächstjährigen BAROCKOPER:JUNG der Festwochen, „Gli Amori di Apollo e di Dafne" von Francesco Cavalli, mitwirken werden. Die Engagements der Musikfestspiele Potsdam-Sanssouci sowie der Europäischen Wochen Passau werden - abhängig von den benötigten Sängerrollen - noch vergeben.

Den mit 1.000 Euro dotierten Publikumspreis überreichte Carlo Hasenöhrl, der designierte Präsident des Freundeskreises der Innsbrucker Festwochen. Der Jury gehörten neben Michael Fichtenholz auch der Intendant der Innsbruck Festwochen, Alessandro De Marchi, der Intendant der Händel-Festspiele Halle, Clemens Birnbaum, der Künstlerische Betriebsdirektor des Theaters an der Wien, Jochen Breiholz, Operndirektor am Theater und Orchester Heidelberg und Künstlerischer Leiter von Winter in Schwetzingen, Heribert Germeshausen, der Intendant der Oper Brüssel, Peter de Caluwe, der Künstleragent Eitan Sorek, der Referent der Operndirektion des Opernhauses Zürich, Jean Denes und Elisabeth Reischl vom Wiener Konzerthaus, an.
Neben den aufmerksamen Zuhörern im Tiroler Landeskonservatorium verfolgten über 4.600 Zuschauer das Finalkonzert via Livestream.