Das Ensemble Tigran im Jahr 2015 beim Festival Klangvokal in Dortmund. Foto: B. Kirschbaum

Das Ensemble Tigran im Jahr 2015 beim Festival Klangvokal in Dortmund. Foto: B. Kirschbaum

Wie klingen verschiedene Kulturen zusammen?

Puccinis Edgar in der Urfassung, Nabucco als Barockoratorium und viele Fragen an das Miteinander von Menschen, bei deren Beantwortung die Musik helfen kann: Das Klangvokal Festival beschert dem späten Frühling in Dortmund manche musikalische Blüte.

Das Klangvokal Musikfestival Dortmund bietet bei seiner achten Auflage vom 13. Mai bis zum 12. Juni 2016 unter seinem Direktor Torsten Mosgraber und dem diesjährigen Festivalmotto „grenzenlos“ wieder Künstler und musikalische Entdeckungen aus aller Welt.

Daher ist das Musikspektrum in den acht Spielstätten erneut sehr umfangreich und reicht von der Wiederentdeckung der Urfassung der Puccini-Oper „Edgar“ als Deutschland-Premiere und einem exklusiven Konzert mit Musik aus Oper, Operette und Musical unter dem Titel „Von Wien nach New York“ im Konzerthaus Dortmund sowie einem Barockmusik-Zyklus mit Falvettis spektakulärem Barockoratorium „Nabucco“ über Chor- und Jazzkonzerte bis hin zu faszinierender Musik anderer Kulturen und Weltmusik aus Argentinien, Aserbaidschan, dem Iran, Kuba oder Marokko.

Erneut sind viele der 25 Aufführungen exklusiv für das Festival entwickelt worden, Deutschland-Premieren oder nur hier zu erleben. Seit seiner Gründung 2009 begleitet Klangvokal mit Themen wie „Mittelmeer – Wiege der Kultur“ oder „Zwischen den Welten“ und Vokalmusik-Entdeckungen aus aller Welt behutsam aktuelle Diskurse.

Mit dem diesjährigen Festivalmotto „grenzenlos“ und dem vielfältigen Festivalprogramm eröffnet das Festival musikalisch neue Horizonte und stellt zugleich Fragen: Wie können verschiedene Kulturen (musikalisch) zusammenfinden und Verständnis füreinander entwickeln? Welche Offenheit im Denken ist notwendig, um dieses Ziel zu erreichen?

Hierzu hat das Festival einmal mehr renommierte Künstlerinnen und Künstler aus 30 Ländern eingeladen, Musik vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart aus vier Kontinenten zu präsentieren. Dabei werden Genregrenzen in Frage gestellt, Zeitsprünge gewagt und kulturelle Grenzen überwunden. Dieser Grenzen überwindende Dialog ist gerade in diesem Jahr eine Herzensangelegenheit für Festivaldirektor Torsten Mosgraber: „Durch die Ankunft der Flüchtlinge verändert sich unsere Gesellschaft. Neugierde und Offenheit gegenüber anderen Kulturen sind gerade in diesen Zeiten so wichtig, und so versucht Klangvokal, mit Musik Brücken zu bauen und den kulturellen Dialog zu befördern.“

Eine bewährte Tradition des Festivals ist auch in diesem Jahr das Aufeinandertreffen internationaler und regionaler Stars der Vokalmusik. So geht auch das Fets der Chöre in seine achte Auflage: 150 Chöre aus Dortmund und dem Umland werden am 4. Juni die Attraktivität, Vielfalt und Freude am Chorgesang in der gesamten Dortmunder Innenstadt aufzeigen.