Wigmore Hall live zu Hause

Londons Wigmore Hall feiert in der Spielzeit 2015/16 ihr 115. Jubiläum mit der Aufführung sämtlicher Schubert-Lieder und mit vielen außergewöhnlichen Konzerten. Vom 31. Mai bis 2. Juni gibt es Konzerte auch live im Internet.

Innerhalb von zehn Jahren haben sich die Besucherzahlen in der Londoner Wigmore Hall von 120.000 auf 200.000 in der vergangenen Spielzeit 2014/15 nahezu verdoppelt, sodass die meisten Konzerte inzwischen vor ausverkauftem Haus gespielt werden. In der aktuellen Spielzeit sind in der Wigmore Hall insgesamt 920 Veranstaltungen geplant, hiervon allein 460 Konzerte. Die selbst im Vergleich mit anderen international renommierten Institutionen außergewöhnlich hohe Anzahl von Konzerten und das durchgehend hohe künstlerische Niveau verdankt die Wigmore Hall nicht zuletzt den jährlichen Sponsorengeldern in Höhe von 1,6 Mio. britischen Pfund sowie vielen weiteren Initiativen zur Beschaffung von Fördergeldern.

„Die Wigmore Hall spielt mit ihrem nationalen Symbolcharakter und als führendes internationales Konzerthaus für Kammermusik und Gesang eine bedeutende Rolle für die Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung der Kulturlandschaft Großbritanniens. Menschen aus aller Welt interessieren sich für unsere Veranstaltungen, und wir möchten diesem Anspruch als führende kulturelle Institution unbedingt gerecht werden. Die Wigmore Hall möchte sich in jeder Hinsicht ständig weiterentwickeln und einen noch größeren und einflussreicheren Platz im Musikbetrieb einnehmen", sagt Leiter John Gilhooly.

Zur Feier ihres 115. Geburtstages überträgt die Wigmore Hall drei Konzerte live im Internet. Am 31. Mai, 19.30 Uhr, mit einer Schubert-Soirée, die Elisabeth Leonskaja mit der B-Dur Sonate eröffnet. Es folgen diverse Lieder mit diversen Sängern sowie das Streichquartett G-Dur (D 887).

Weiter geht es am 1. Juni mit einem Bach-Abend, Beginn um 20.30 Uhr, mit dem Barock-Ensemble Arcangelo unter Leitung von Jonathan Cohen sowie den Solisten Rachel Brown (Flöte), Isabelle Faust (Violine) und Anna Lucia Richter (Soprano).

Und schließlich, am 2. Juni um 20.30 Uhr, spielt das JACK Quartet ein spannend gemixtes Programm: mit Guillaume de Machaut, John Zorn (geb. 1953), Carlo Gesualdo, Caroline Shaw (geb.1982) und Helmut Lachenmann (geb.1935).

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