Nils Landgren. Foto: ACT Steven Haberland

Nils Landgren. Foto: ACT Steven Haberland

Wird Leonard Bernstein jetzt zum Jazz-Standard?

Nils Landgren, Starposaunist der Jazzszene, hat Leonard Bernsteins unsterblichen Songs eine Platte gewidmet. Im aktuellen FONO FORUM berichtet Berthold Klostermann, warum es die bisher aufwändigste in der Karriere des 60-Jährigen Landgren geworden ist.

Leonard Bernstein, diese Lichtgestalt der Musik des 20. Jahrhunderts, der die Bedeutung der Kunst als Seelenahrung so glaubwürdig vorgelebt hat wie kaum ein anderer, war gleichwohl nie Everybodys Darling. Den Klassikkanonikern zu populär, der Jazz-Polizei zu unverdächtig, trieb er sich zwischen den Welten herum, lebensfroh und leidenschaftlich. Es ist schon erstaunlich, dass selbst seine bekanntesten Nummern aus der West Side Story nicht schon längst zu Standards im Repertoire der Jazzgrößen geworden sind.

Sei's drum, was schert es Nils Landgren? Diese Jazzgröße hat ein Projekt auf die Beine gestellt, dass den klasssichen Orchesterapparat mit den Individualisten der Jazzperformance in Berührung bringt. Vince Mendoza hat die orchestralen Arrangements beigesteuert.

Nun tourt Landgren mit seinem Quartett durchs Land und trifft dabei auf wechselnde Orchester, z. B. am 2. März in Dortmund und am 9. März in Frankfurt sowie am 13. März in Düsseldrof auf die Neue Philharmonie Frankfurt, am 6. März auf die Anhaltinische Philharmonie in Dessau und am 21. April in Basel auf die Basel Sinfonietta. Weitere Auftritte im aktuellen FONO FORUM.