Pianist Javier Perianes. Foto: Josep Molina

Pianist Javier Perianes. Foto: Josep Molina

„Zauber an feinen Tempo- und Farbnuancen"

Hochgejubelt oder Talent mit bleibendem Eindruck? Der Pianist Javier Perianes ist noch selten in Deutschland zu hören. Und wenn, gerne mit spanischem Repertoire. Auch in den kommenden Monaten.

Lange hat er sich Zeit gelassen für seine Auftritte in Deutschland. Umso positiver wurde Javier Perianes in der zu Ende gehenden Saison bei seinen Debüts in Hamburg, München und Berlin aufgenommen: Einen „Zauber an feinen Tempo- und Farbnuancen" bescheinigt das Hamburger Abendblatt dem spanischen Pianisten und freut sich schon auf ein Wiederhören.

Bereits im Sommer ist Perianes wieder im deutschsprachigen Raum unterwegs: In Frankfurt, Wiesbaden und Bregenz will er auch das anspruchsvolle Festspielpublikum mit der Vielfalt seines pianistischen Ausdrucks begeistern.  

Dass Javier Perianes die populären „Nächte in spanischen Gärten" seines Landsmanns Manuel de Falla im Gepäck hat, ist keineswegs untypisch für den gebürtigen Andalusier, der seine klug zusammengestellten Programme Jahre im Voraus plant. Wenn aber, wie am 24. August 2017 auf der Weseler Werft in Frankfurt, mit Pablo Heras-Casado ein weiterer Spanier am Pult des HR Sinfonieorchesters steht, darf man einiges  erwarten – und das bei freiem Eintritt!

De Fallas flirrende, duftende und sehnsuchtsvolle Musik wird von weiteren spanischen und spanisch inspirierten Werken umrahmt – das ideale Programm für einen lauen Sommerabend und der perfekte Einstieg in die neue Spielzeit!  Die „Nächte in spanischen Gärten" sind ein Paradestück für Javier Perianes.

Seine Einspielung mit dem BBC Symphony Orchestra und Josep Pons erhielt neben etlichen fulminanten Besprechungen auch eine Nominierung für den Latin Grammy. Bevor er sich aber diesem Publikumsrenner zuwandte, standen andere Spanier im Zentrum seiner Aufmerksamkeit. Und so verdanken wir der Neugier des entdeckungsfreudigen Künstlers Einblicke in das Werk von Manuel Blasco de Nebra, Federico Mompou oder Olallo Morales – Namen, die auch Kennern der Klaviermusik nicht unbedingt leicht von den Lippen fließen.  

Bereits vier Wochen vorher, am 24. Juli 2017, ist Javier Perianes bei den Bregenzer Festspielen zu Gast. Mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Antonio Méndez spielt er das Klavierkonzert in G-Dur von Maurice Ravel und, vor der Pause, noch einmal „Nächte in spanischen Gärten".