Rolando Villazón ist ein Individualist - auch wenn er sich ins Goldene Buch von Bremen einträgt. Foto: Nikolai Wolff

Rolando Villazón ist ein Individualist - auch wenn er sich ins Goldene Buch von Bremen einträgt. Foto: Nikolai Wolff

Zeichnen kann er auch noch!

Rolando Villazón muss zwar in letzter Zeit Kritik wegen nachlassender vokaler Geltung auf sich nehmen. Doch er bleibt ein sympathischer Repräsentant der Oper und der Klassik, der mit Leichtigkeit Menschen erreicht - sogar indem er zeichnet.

Großer Medienauftrieb zur Halbzeit des Musikfests im Bremer Rathaus: Star-Sänger Rolando Villazón, der mit seiner Frau und seinen beiden Söhnen gekommen war, trug sich in das Goldene Buch der Freien Hansestadt Bremen ein und brachte dabei seine innige Verbindung zur Stadt zum Ausdruck.

Neben seine Zeichnung der Bremer Stadtmusikanten schrieb er: „Immer glücklich hier zu sein“. Danach wurde dem 44-jährigen aus Mexiko-City stammenden Künstler im Kaminsaal der diesjährige Musikfest-Preis verliehen.

Mit dieser Auszeichnung, einer handgegossenen „Orpheus“-Bronze des Bremer Bildhauers Bernd Altenstein, ehrt das Festival seit 1998 Solisten, Ensembles, Orchester und Dirigenten, die durch ihr künstlerisches Wirken in der internationalen Musikwelt eigenständige Akzente gesetzt und das Profil des Musikfests mitgeprägt haben. Preisträger der vergangenen Jahre waren u. a. Jessye Norman, Nikolaus Harnoncourt, Sir András Schiff, Marc Minkowski, Hélène Grimaud und Janine Jansen. Villazón singt am Samstag den Orfeo von Monteverdi in einer konzertanten Aufführung des Musikfestes Bremen.