Intendant Marcus Axt und Chefdirigent Jakub Hrusa. Foto: Marian Lenhard

Intendant Marcus Axt und Chefdirigent Jakub Hrusa. Foto: Marian Lenhard

Zeitgenössische Zugaben

Das Motto ist höchst allgemein: Leidenschaft. Musikalisch geht es bei den Bamberger Symphonikern allerdings auch in der kommenden Spielzeit höchst konkret zu.

Die Bamberger Symphoniker stellen die Konzertsaison 2017/2018 unter das Motto »Leidenschaft«. Intendant Marcus Rudolf Axt und Chefdirigent Jakub Hrůša stellten auf einer Pressekonferenz die Programme der kommenden Spielzeit vor, die Werke aus vier Jahrhunderten umfasst und die Entdeckung oder ein Wiederhören von Komponisten bietet, die ihre Ideen in Musik umgesetzt haben – von Johann Sebastian Bachs »Johannespassion« bis zu einer Uraufführung von Jörg Widmann.

Neben den 54 Konzerten in Bamberg stehen viele gemeinsame Tourneen mit dem Chefdirigenten im Kalender: Im November 2017 leitet Jakub Hrůša das Orchester auf einer Konzertreise nach Spanien, der im Juni 2018 eine Tournee nach Japan folgt – die bereits fünfzehnte der Bamberger Symphoniker. Außerdem wird das Orchester bei bedeutenden Festivals und in wichtigen Konzertsälen zu erleben sein, u.a. erstmals in der Elbphilharmonie in Hamburg sowie beim Beethovenfest Bonn, in Zürich, Turin, München, Frankfurt, Essen und Baden-Baden.

Neben Chefdirigent Jakub Hrůša und den Ehrendirigenten Herbert Blomstedt und Christoph Eschenbach prägt eine weitere Künstlerpersönlichkeit die Spielzeit: Der Bariton Christian Gerhaher ist als Portraitkünstler in mehreren Konzerten zu erleben. Unter anderem verkörpert er in konzertanten Aufführungen die Titelrolle in Mozarts »Don Giovanni« und singt die Uraufführung der Orchesterfassung von Jörg Widmanns Liederzyklus »Das heiße Herz«.

In die mittlerweile vierte Saison geht das »encore!«-Projekt der Bamberger Symphoniker. Thomas Daniel Schlee, Jörg Widmann und Walter Zimmermann haben Kompositionsaufträge für Zugaben erhalten, mit denen die Bamberger Symphoniker versuchen, zeitgenössische Kompositionen in ungewöhnlichem Kontext erlebbar zu machen: als unterhaltsames kurzes Stück am Ende eines Konzertes. Nach den 15 bisher entstandenen »encores« schreitet das Orchester weiter den Kreis der Neuen Musik aus und bietet dem Publikum einen Querschnitt durch die zeitgenössische Musik.

Zu den Gast-Dirigenten und -Solisten, die in der kommenden Saison mit den Bamberger Symphonikern arbeiten und von denen etliche ihr Debüt in Bamberg geben, gehören u.a. Jiří Bělohlávek, Andrey Boreyko, Karina Canellakis, Manfred Honeck, Marek Janowski, Piotr Anderszewski, Renaud Capuçon, Viktoria Mullova, Sol Gabetta, Vesselina Kasarova und Olga Peretyatko.