Geigenbau-Ausstellung in Kronberg. Foto: Andreas Malkmus

Geigenbau-Ausstellung in Kronberg. Foto: Andreas Malkmus

Zuhörer können Klangunterschiede miterleben

Geigenbauer stellen in Kronberg bei Frankfurt/Main ihre Instrumente vor. Teilnehmer der dortigen Streicherkurse können sie ausprobieren. Zuhörer können viel über Klangunterschiede verschiedener Instrumente lernen.

Es ist so viel mehr als nur „Zubehör“: Erst im Zusammenklang von Instrument, Bogen und Saite können sich Talent, Virtuosität und Kunst eines Musikers entfalten. Um die Grundlagen des guten Klanges ranken sich seit jeher ebenso Mythen wie spannende Geschichten, er ist ein faszinierender Stoff für die Forschung – und bis heute Gegenstand und Ziel allerhöchster Handwerkskunst.

Von Anfang an ergänzt daher eine kleine Fachmesse das musikalische Programm des Kronberg Academy Festivals. In diesem Jahr findet sie vom 30. September bis zum 3. Oktober 2017 in der Stadthalle Kronberg bei Frankfurt/Main statt. Die Aussteller kommen aus ganz Deutschland, aus der Schweiz, aus Großbritannien, Ungarn, Frankreich und Belgien. Die Ausstellung ist für alle Interessierten geöffnet, der Eintritt ist frei. 

Unter dem Titel „Schnecke, Frosch & Stachel“ präsentieren 23 ausgewählte Geigenbauer und Bogenmacher eine Auswahl ihrer Meisterstücke. Interessierte Musiker können Instrumente und Bögen selbst in die Hand nehmen und ausprobieren. Eine Besonderheit: Festivalkünstler stellen Geigen, Bratschen und Celli vor und spielen sie an. Anschließend erläutern sie ihre Spieleindrücke und die Zuschauer können live die Klangunterschiede miterleben.

Mit Larsen Strings, Pirastro und Thomastik-Infeld sind zudem die drei großen europäischen Manufakturen für Saiten in der Ausstellung vertreten. Auch hier können die Besucher selbst testen und die Saiten auf ihren eigenen Instrumenten erklingen lassen. Außerdem zu sehen sind die Verlage Bärenreiter und Henle mit Noten sowie das Traditionsunternehmen Gewa mit Instrumentenetuis und weiterem Zubehör. 

Die eigens eingerichteten Werkstätten von Geigenbaumeister Ekkard Seidl aus Markneukirchen und Bogenmachermeister C. Jochen Schmidt aus Dresden geben einen Einblick, wie die Instrumente und Bögen gebaut werden, damit sie höchsten musikalischen Ansprüchen genügen können. Musiker können ihre Streichinstrumente und Bögen untersuchen oder reparieren lassen und wer einfach nur den Handwerksmeistern bei ihrer faszinierenden Arbeit über die Schulter schauen möchte, hat ebenfalls Gelegenheit dazu.

www.kronbergacademy.de.