Mstislav Rostropovich, 27. April. Copyright:  Lutz Sternstein

Mstislav Rostropovich, 27. April. Copyright: Lutz Sternstein

Zur Erinnerung an "Slava" Rostropovitch

Die Kronberg Academy hält die Erinnerung an den großen russischen Celisten und Dirigenten Mstislav Rostropovich aufrecht - auch zum zehnten Todestag im April.

„Mit einem Lächeln für Slava“. Gibt es einen anrührenderen Titel für eine Komposition? Der georgische Komponist Giya Kancheli hat sie Mstislav Rostropovich gewidmet. Am 27. April 2017 jährt sich der Todestag des großen Cellisten, Dirigenten und Komponisten zum zehnten Mal. Und mit einem Lächeln für diesen außergewöhnlichen Künstler, der mitreißend, inspirierend und menschlich zugleich die Kronberg Academy jahrelang begleitet hat, feiern die Kronberger ihre jährliche  „Verabredung mit Slava“ in diesem Jahr mit einem besonders abwechslungsreichen Programm.

Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr im Schulgarten am Berliner Platz in Kronberg. Unter der Leitung von Andreas Boltz stimmt der Knaben- und Mädchenchor am Frankfurter Dom an der Büste von Mstislav Rostropovich gesanglich ein. Die Ansprache hält die Tochter des Maestros, Elena Rostropovich. Gary Hoffman wird Slava dann mit der Bourée aus der Suite Nr. 3 C-Dur für Violoncello solo von Johann Sebastian Bach nicht nur seine Ehre erweisen, sondern auch Lust auf mehr machen. Denn um 19.30 Uhr beginnt das Benefizkonzert zu Gunsten der Rostropovich Cello Foundation zur Förderung junger Cellisten in der Stadthalle Kronberg.

Was Förderung bewirkt, zeigt im ersten Teil des Konzertes der junge Ukrainer Aleksey Shadrin. Der 24-jährige, preisgekrönte und bereits international konzertierende Cellist studiert seit 2016 an der Kronberg Academy und wird zusammen mit dem russischen Pianisten Boris Kusnezow die Sonate d-Moll für Violoncello und Klavier op.40 von Dmitri Shostakovich und von Peter Tschaikowsky das Pezzo Capriccioso in h-moll op. 62 aufführen. Beginnen aber wird Aleksey Shadrin „Mit einem Lächeln für Slava“!

Der kanadische Cellist Gary Hoffman und der australische Pianist David Selig führen das ganz auf Slava zugeschnittene Konzertprogramm mit Claude Debussys Nocturne et Scherzo L 26, das erst 1995 von Mstislav Rostropovich uraufgeführt wurde, fort. Wie kaum ein anderer Künstler regte Mstislav Rostropovich Komponisten an, für das Cello und damit für ihn zu komponieren. So auch Leonard Bernstein, der seine „Drei Meditationen aus MASS: A Theatre Piece for Singers, Players and Dancers“ dem Ausnahme-Cellisten gewidmet hat. Zwischen diese beiden Werke schieben sich die dunklen Klangfarben von Ernest Blochs „Trois poèmes juifs“.