Katharina Thalbach. Foto: Oper Genf (c) DR

Katharina Thalbach. Foto: Oper Genf (c) DR

Zwei Thalbach-Frauen in Brittens Fantasiewelt

Mit der Neuproduktion von Benjamin Brittens »A Midsummer Night’s Dream« bringt das Grand Théâtre de Genève eines der Meisterwerke des 20. Jahrhunderts heraus und gleichzeitig eine der außergewöhnlichsten Opern von Britten.

Seine Shakespeare-Adaption eröffnet eine Welt voller Phantasie und Witz, die von der Regisseurin Katharina Thalbach in der Ausstattung von Ezio Toffolutti in Szene gesetzt wird. Damit gibt eine der großen Theaterfrauen des deutschsprachigen Raums ihr Debüt in Genf. Ihre Bühnensprache mit viel Sinn für Groteske, Ironie, beißenden Humor aber auch zarte Poesie passt bestens zu Brittens Oper über die Gefühlsverwirrungen junger Liebender.

Die Sprechrolle des Puck wird von der Schauspielerin Anna Thalbach verkörpert, der Tochter der Regisseurin. Als Oberon ist der amerikanische Countertenor Christopher Lowrey zu erleben, als Tytania die slowenische Sopranistin Bernarda Bobro, als Lysander der amerikanische Tenor Shawn Mathey und als Demetrius der deutsche Bariton Stephan Genz. Daneben singen Brendon Cedel (Theseus), Dana Beth Miller (Hyppolita), Stephanie Lauricella (Hermia) sowie Mary Feminear (Helena).

Brittens vielschichtige und farbenreiche Partitur, in der zahlreiche musikalische Anspielungen an die Musikgeschichte stecken, wird vom Generalmusikdirektor der Bochumer Symphoniker Steven Sloane dirigiert. Damit steht ein Spezialist für die Musik des 20. Jahrhunderts am Pult des Orchestre de la Suisse Romande.

Premiere: 20. November 2015, 19.30 Uhr

Weitere Aufführungen: 22., 24., 26., 28. und 30. November 2015

www.geneveopera.ch