Programm des Konzertes vom 18. Januar 1849 im Leipziger Gewandhaus in Dresden aus der Programmsammlung Clara Schumanns (Robert-Schumann-Haus Zwickau)

Programm des Konzertes vom 18. Januar 1849 im Leipziger Gewandhaus in Dresden aus der Programmsammlung Clara Schumanns (Robert-Schumann-Haus Zwickau)

Zwickau rekonstruiert historisches Konzert

Wir schreiben den 18. Januar 1849: Im Gewandhaus Leipzig erklingt Robert Schumanns zweite Symphonie. Und Musik von Schubert, Gluck, Cherubini, Chopin und Mendelsohn. So war das damals. Jetzt erklingt dieses Programm erneut - in Zwickau.

Seit 2007 findet jedes Jahr im Herbst die Zwickauer Schumann-Gala statt, in der ein historisches Konzert mit Werken Robert Schumanns wieder aufgeführt wird. Zum 160. Jubiläum des ersten Zwickauer Schumann-Festes 1847 ins Leben gerufen, ist sie inzwischen in der Geburtsstadt des Komponisten zu einer Tradition geworden ist.

Die diesjährige und damit zehnte Schumann-Gala findet am 1. Oktober um 19.30 Uhr in bewährter Kooperation zwischen dem Theater Plauen-Zwickau und der Robert-Schumann-Gesellschaft in der Katharinenkirche statt.

Gestaltet vom Philharmonischen Orchester Plauen-Zwickau unter Leitung des spanischen Dirigenten Mariano Rivas und den Solisten Sofja Gülbadamova, Klavier, und Jason Kim, Tenor, wird in diesem Jahr das Programm des Konzertes vom 18. Januar 1849 im Gewandhaus Leipzig mit Schumanns 2. Symphonie erklingen.

Das Werk wurde vor 170 Jahren, am 5. November 1846, uraufgeführt.   Das Konzert vom 18. Januar 1849 gehört zu den wenigen Konzerten, in denen der Komponist seine 2. Symphonie selbst dirigierte. Er litt in dieser Zeit wohl unter Stimmungsschwankungen und war mit dem Konzert und seiner Symphonie nicht zufrieden.

Diesbezüglich vermerkte Clara Schumann in ihrem Tagebuch: „Robert ist immer noch recht unwohl, war unzufrieden mit sich, und meinte, er könne sich nicht denken, daß diese Symphonie jemand gefallen könne“.

Entgegen Schumanns Meinung wurde das Konzert zu einem vollen Erfolg. So heißt es im Leipziger Tageblatt und Anzeiger vom 21. Januar 1849: „Mit allgemeiner Acclamation wurde Robert Schumann begrüßt, als er an das Pult trat um seine zweite Symphoniue (Cdur) zu dirigiren. Dieses geistvolle und originelle Werk ist schon früher besprochen, die durchweg vorzügliche Aufführung gab Gelegenheit, die mannigfaltigen Schönheiten desselben klar aufzufassen; jeder einzelne Satz so wie das Ganze wurde mit dem lebhaftesten Beifall aufgenommen und der Componist am Schlusse gerufen.“  

Aber nicht nur Schumanns 2. Symphonie ist es wert, die diesjährige Schumann-Gala zu besuchen. Das ganze Programm mit der Ouvertüre zu Der Wasserträger von Luigi Cherubini, der Barcarole op. 60 von Frédéric Chopins, Introduktion und Arie aus Orphée et Euridice von Christoph Willibald Gluck, dem 2. Klavierkonzert d-Moll von Felix Mendelssohn Bartholdy und Liedern von Franz Schubert und Robert Schumann bietet sehr viel Interessantes.