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16.10.2015 07:30 Alter: 3 yrs

Goerne singt Larchers Bachmann


Der österreichische Komponist Thomas Larcher. Foto: Richard Haughton


Vom österreichischen Komponisten Thomas Larcher gibt es in der laufenden Saison mehrere große Uraufführungen: „Alle Tage – Symphonie für Bariton und Orchester“ erklingt erstmals komplett am 26. November in Leipzig mit dem Gewandhausorchester unter Christoph Eschenbach und mit dem Bariton Matthias Goerne.

Das Belcea Quartett erfüllt sich zu seinem 20-jährigen Bestehen mit einer Auftragskomposition einen langgehegten Traum. Und einen fulminanten Abschluss bildet die Uraufführung von Larchers neuem Konzert für Orchester durch die Wiener Philharmoniker unter Semyon Bychkov im Juni 2016 im Musikverein Wien.

Thomas Larcher wirkt heute vorrangig als Komponist und gilt als einer der wichtigsten Vertreter der neuen klassischen Musik Österreichs. Als ausgebildeter und renommierter Pianist hat er sich kompositorisch zunächst mit dem Klavier und der Kammermusik auseinandergesetzt, ehe er für größere Klangformationen schrieb.

 

Mit Matthias Goerne verbindet Thomas Larcher eine langjährige Zusammenarbeit. Aus dieser entstand u.a. „Die Nacht der Verlorenen“ (2008) für Bariton und Ensemble (nach Texten von Ingeborg Bachmann) und zuletzt eine CD-Aufnahme mit Liedern von Hanns Eisler (Harmonia Mundi). in „Alle Tage“ für Bariton und Orchester führt Larcher seine Auseinandersetzung mit Ingeborg Bachmann fort. Für diese Sinfonie kombinierte er vier Liedvertonungen mit zwei rein instrumentalen Sätzen für großes Orchester.

Der rein orchestrale Werkteil wurde bereits 2011 vom San Francisco Symphony Orchestra unter Osmo Vänskä 2011 uraufgeführt, die vier Bachmann-Lieder für Bariton und Orchester waren im April dieses Jahres mit dem Radio Filharmonisch Orkest und Jaap van Zweden zu hören.

 

Mit „Lucid Dreams“ für Streichquartett hat Larcher sein bisher umfangreichstes Kammermusikwerk geschaffen. Nach der Uraufführung in Grenoble am 2. Dezember 2015 nimmt das Belcea Quartet es mit auf Europatournee. In der Berliner Philharmonie gastiert das Ensemble am 4. Dezember, im Wiener Konzerthaus am 8. und 9. Dezember.