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20.10.2015 21:59 Alter: 3 yrs

"Niemand hat uns abgesagt"


Die Kölner Oper startet am 15. November in die neue Spielzeit – allerdings nicht am Offenbachplatz, wo die ins Stocken geratene Sanierung noch weitergehen wird, sondern in der Ausweichspielstätte, dem Staatenhaus. „Die Schwierigkeit bei der Aktualisierung des Spielplans lag vor allem darin, dass alle Verträge geschlossen waren und die Kapazitäten und Termine des Gürzenich-Orchesters mehr oder weniger so genutzt werden mussten, wie geplant. Das Orchester ist uns dennoch in vielen Punkten sehr entgegengekommen“, so Intendantin Dr. Birgit Meyer.

Die Oper Köln habe nahezu alle Verträge, die von Vorstellungsausfall oder -änderung betroffen waren, auf bestehende oder neue Produktionen umlegen können, teilte die Presseabteilung des Hauses mit. Sofern es in wenigen Fällen nicht möglich gewesen sei, allen Ansprüchen der Künstler noch in dieser Spielzeit gerecht zu werden, habe man sich auf einen Ausgleich in einer nachfolgenden Saison geeinigt.

Bei allen Planungen bewege sich die Oper Köln innerhalb ihres Budgets gemäß dem Wirtschaftsplan. Der Hauptausschuss der Stadt Köln hatte eine Erhöhung des Betriebskostenzuschusses zur Finanzierung der Interimskosten für die Spielzeiten 2015/2016 und 2016/2017 um insgesamt 18,1 Mio. Euro (für Oper und Schauspiel Köln) beschlossen. Damit sollen zum Beispiel die geringeren Einnahmen aus Kartenverkäufen und Zusatzkosten wegen der Anpassung von Bühnenbildern ausgeglichen werden.

„Es war ein einziges Puzzle, das es neu zusammenzusetzen galt, nicht zuletzt hatten alle Gastkünstler den Spielort Offenbachplatz in ihren Verträgen. Niemand hat uns aufgrund der Spielortveränderung abgesagt. Teams haben ihre Bühnenbilder zum Teil noch an den neuen Ort anpassen können“, so die Intendantin.

Meyers Resümee bei der Pressekonferenz zur neuen Spielzeit: „So freut es mich, Ihnen heute mittteilen zu können, dass unter Wahrung der allermeisten Verträge und unter Berücksichtigung der Orchesterverfügbarkeiten, der Spielplan für die Spielzeit 2015/16 in weiten Teilen aufrechterhalten werden kann.“