Alison Balsom

„Plötzlich macht alles Sinn“

Auf ihrer neuen CD „Jubilo“ präsentiert Alison Balsom ein feines Weihnachtsprogramm, mit dem sie im Dezember auch auf Deutschland-Tour geht. Dabei wechselt sie anscheinend mühelos zwischen moderner und Barocktrompete. Von Arnt Cobbers

Foto: Hugh Carswell/Warner Classics
Foto: Hugh Carswell/Warner Classics

Viele dachten, es sei ein bloßer Marketing-Gag, als die EMI eine blonde und blendend aussehende 22-jährige Trompeterin als neue Exklusiv-Künstlerin präsentierte. Inzwischen sind 15 Jahre vergangen, und Alison Balsom hat sich fest etabliert in der Musikwelt. In ihrer Heimat Großbritannien ist sie einer der größten Klassik-Stars überhaupt. Beim Gespräch im Café eines Hamburger Hotels wirkt sie sehr nett und unkompliziert. Als PR-Profi bringt sie in den ersten Minuten bereits alles unter, was es über ihre neue CD zu sagen gibt (hier gekürzt) – und wirkt fast verwundert, dass ich noch weitere Fragen habe. Wie begeistert sie von ihrem Instrument ist, wird spätestens dann klar, als sie anfängt, über die technischen Details der Barocktrompete zu sprechen. Auch das ist hier stark gekürzt.

Frau Balsom, Sie sagen, Sie haben sich in die Trompete verliebt, als Sie sieben Jahre alt waren. Dauert das Gefühl noch an?
Ja, das tut es! Vor 30 Jahren konnte ich in der Schule zwischen verschiedenen Instrumenten wählen, und die Trompete war damals sehr bebliebt, ich fand den Klang toll und wie sie aussieht. Ich hatte aus der Bücherei eine Kassette mit Dizzy Gillespie ausgeliehen, und kurz darauf hab’ ich Håkon Hardenberger im Konzert erlebt – ich merkte, was für unterschiedliche Sachen dieses Instrument kann. Ich hatte einen großartigen Lehrer in der Schule, es hat einfach Spaß gemacht von Anfang an. Und wenn etwas nicht klappte und ich frustriert war, habe ich kein einziges Mal gedacht, das liegt an der Trompete. Sondern an mir.


Den kompletten Artikel lesen Sie in der Ausgabe Dezember 2016