Nils Landgren

Mehr als „West Side Story“

Das Interesse Leonard Bernsteins für den Jazz blieb lange Zeit so gut wie unerwidert. Kaum einer seiner Songs schaffte es ins Jazzrepertoire, keiner wurde wirklich zum Standard. Umso bemerkenswerter ist jetzt eine groß angelegte Hommage von Nils Landgren, der sich damit selbst ein Geschenk zu seinem 60. Geburtstag machte. Von Bert­hold Klostermann

Foto: Reiner H. Nitschke
Foto: Reiner H. Nitschke

Probenpause. Landgren wartet schon im Büro von GMD Steven Sloane. Zusammen sind sie mitten in den Vorbereitungen für ein Symphoniekonzert „Spezial“, das an den beiden folgenden Abenden mit den Bochumern plus All-Star-Quartett im Schauspielhaus über die Bühne geht. Ein veritables Crossover-Programm: Nach den Ouvertüren zu Mozarts „Zauberflöte“ und Verdis „La forza del destino“ führt Landgren mit Quartett und Orchester jazz-symphonische Fassungen von Musical-, Pop- und Folksongs auf, teils arrangiert von Vince Mendoza. Eine Bernstein-Nummer ist nicht dabei. Erst als Zugabe spielt das Jazzquartett ohne Orchester die Ballade „Somewhere“ aus der „West Side Story“. Dabei sind Mitglieder der Bochumer Symphoniker doch ein elementarer Baustein von „Some Other Time“, Landgrens Bernstein-Projekt.

Posaunist und Orchester kennen sich seit dem Frühjahr 2015, als Landgren am Konzerthaus Dortmund einen symphonischen Abend mit dem „BoSy“ bestritt. Er arbeite gern mit Symphonieorchestern, sagt er: „Ich liebe den vollen Klang, die Atmosphäre, die Kombination von Klassik- und Jazzmusikern. Die Zusammenarbeit mit den Bochumern gefiel mir, und als sich die Möglichkeit bot, zu den Aufnahmen für meine aktuelle CD Orchestermusiker einzuladen, überlegte ich nicht lange.“ Die Möglichkeit bot ihm sein Label-Chef Siggi Loch. Für die Konzertreihe „Jazz at Berlin Philharmonic“ regte er an, Landgren könne doch einen Leonard-Bernstein-Abend konzipieren.

Janis Siegel  und das Landgren-Quartett bei der triumphalen Premiere mit den Berliner Philharmonikern. Foto: Katja Rothe/ACT
Janis Siegel und das Landgren-Quartett bei der triumphalen Premiere mit den Berliner Philharmonikern. Foto: Katja Rothe/ACT

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Ausgabe März 2016