Galoppierend

Nach zwei erfolgreichen Solo-CDs brilliert Yuja Wang nun in ihrer ersten Orchestereinspielung. Die jun ­ge Chinesin verwandelt diese Schlacht ­rösser der Konzertliteratur zu elegant dahingaloppierenden Hengsten. Yuja Wangs stromlinienförmigem Spiel, das unglaublich virtuos und geschmackvoll ist, passt sich Claudio Abbados weich flutendendes Orchester ideal an. Und doch hinterlassen diese auf pure Schön ­heit getrimmten Einspielungen keinen wirklich bleibenden Eindruck, wie die legendären Rachmaninow-Aufnahmen von Svjatoslaw Richter oder Earl Wild.

Frank Siebert