Nach der Wiener Uraufführung 1921 wurde die Ménage à trois einer Operettendiva, einem indischen Kronprinzen und der flotten Marietta in aller Welt nachgespielt, verlor dann aber gegenüber anderen Werken Emmerich Kálmáns an Boden. 2014 lud der WDR zur konzertanten Wieder-
entdeckung nach Köln. Richard Bonynge liest die Partitur – eigentlich eine Tanzrevue – mit Eleganz, wiewohl er gelegentlich etwas mehr Drive hätte wählen dürfen. Als Bajadere überzeugt Heike Susanne Daum; Rainer Trost wirkt als Prinz eher korrekt. Und auch Anke Vondung, Stephan Genz und Miljenko Turk kommen dem geforderten Revue-Stil nicht ganz auf die Spur.

Gerhard Persché