Philippe Grisvard | Händel: Cembalowerke

Philippe Grisvard lässt Händels Musik in urwüchsiger Manier erklingen. Neben zwei Suiten und kleineren Werken des Barockmeisters hat der Franzose ausgewählte Kompositionen von Zeitgenossen Händels wie William Babell, Mattheson oder Johann Philipp Krieger in sein Programm eingestreut und zeichnet so in einem kleinen Zeitfenster von 68 Minuten ein reiches Panorama der Cembalokunst des ausgehenden 17. und beginnenden 18. Jahrhunderts. Obwohl seine Sicht der G-Dur-Chaconne etwas zu vordergründig daherkommt oder die berühmte Arie „Lascia ch’io pianga“ in Babells Bearbeitung eher mechanisch denn seelengesättigt klingt, nimmt der vitale Impetus seines brillanten Spiels durchaus für sich ein.

Frank Siebert