Alessandro Stradella Consort | Il Dolore di Maria Vergine

Wäre Scarlattis Werk nicht so wundervoll, wäre diese Veröffentlichung keine Besprechung wert: Sie ist nämlich bereits vor einigen Jahren bei Bongiovanni erschienen – blieb allerdings weitgehend unbeachtet. Die Qualität des 1717 entstandenen Oratoriums und der Interpreten – allen voran der beiden Sopranistinnen, die aus dem Schlussduett des ersten Teils ein echtes Juwel machen, aber auch sonst ausgesprochen emotional die traurigen Affekte umzusetzen in der Lage sind – lassen es aber sinnvoll erscheinen, auf diese nun sehr viel günstigere Ausgabe hinzuweisen. Allein die etwas „topfige“ Klangqualität lässt zu wünschen übrig.

Reinmar Emans