Zum Abschluss ihrer Gesamtaufnahme der Klavierwerke Franz Xaver Mozarts hat Susanne von Laun neben dessen Variationszyklen noch fünf kurze Sätze seines Vaters bzw. Großvaters aufgenommen. Diese genealogischen Bezüge mögen interessant sein, aber problematisch ist einerseits die Entscheidung, sämtliche Stücke auf demselben Instrument (Brodmann, 1812) zu spielen, andererseits der etwas ungelenke Vortrag, in dem Auftakte oft lauter als Hauptnoten sind, einige Figuren verwischt werden und die musikalischen Gesten es an klaren Konturen mangeln lassen. Überdies hätte das Beiheft ein sorgfältigeres Lektorat verdient. So ist diese Produktion wohl in erster Linie für Enzyklopädisten von gewissem Wert.

Matthias Hengelbrock