Ein wilder Ritt ist das, durchs Zugaberepertoire von Mstislaw Rostropowitsch. Die CD beginnt und endet mit zwei von Rostropowitschs Eigenkompositionen. Dazwischen sechzehn andere Rausschmeißer, Bravourstücke und Ausklänge: Rachmaninow, Chopin, Debussy, Ravel, Prokofjew, Sinding und viele mehr. Markus Becker am Klavier beweist beim Tastenanschlag große Wandlungsfähigkeit, mal erinnert sein Klang an ein Xylofon, dann wieder imitiert er einen gezupften Kontrabass. Alban Gerhardt spielt seine Virtuosität aus und beweist Gespür für effektvolle Phrasierungen. Naturgemäß wirkt eine CD, die aus achtzehn Zugaben am Stück besteht, dramaturgisch aber auch etwas ziellos.

Ole Pflüger