Leuchtende Liebe; Elisabet Strid

Die Schwedin Elisabet Strid hat ein hochdramatisches Soprantimbre. Frisch und schwer zugleich, leuchtend und tief ernst. Nach ihrem Leipziger Salome-Debüt nun ein Recital mit Leonorens „Abscheulicher“-Arie und einem Parforceritt durch Wagners Hauptwerke, instrumental zu oft abrupt endend nach dem letzten Ton der Sängerin. Einzig die Zukunft kann zeigen, wie fest ihr beeindruckender Klang in ihr verwurzelt ist. Wenn sie das musikalisch an- und abschwellende Phrasieren zu ihrem Freund macht, kann sie dem Geheimnis der Kunst auf die Spur kommen. Die beiden bulgarischen Kollektive bieten gediegenes Stadttheaterniveau.

Johannes Schmitz