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Begegnungen zwischen Jazz und traditioneller andalusischer Musik sind stets von großem Reiz und stellen selbst für weltläufige Jazzmusiker eine Herausforderung dar. Verfügt doch der „Blues der Gitanos“, der Flamenco, über wesentlich komplexere Strukturen als der schwarze Blues Amerikas, der mit seinen diversen Verästelungen das Rückgrat des Jazz bildet. Selbst Miles Davis hatte seine Schwierigkeiten, als er mit Gil Evans „Sketches Of Spain“ einübte, das neben Rodrigos „Concierto de Aranjuez“, auch eine urtypische Form des Flamenco, eine Solea, enthält. Heraus kam ein schmerzhaft schönes Manifest der Sehnsucht, eine Fortsetzung der ein Jahr zuvor aufgenommenen „Flamenco Sketches“ (auf „Kind Of Blue“).
Musik 
Klang 
Dave Holland & Pepe Habichuela, Hands; Dave Holland (b), Pepe Habichuela, Josemi Carmona, Carlos Carmona (g), Israel Porrina, Juan Carmona (Cajón, perc) (2010); Dare 2/Universal Music Spain CD 0602527388533 (57´) |
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Alexander Dargomyschski (1813-1869), in seiner Heimat als ein Heros der russischen Nationaloper verehrt, als ein Bindeglied zwischen Glinka und Mussorgsky, hat ins deutsche Re per toire noch keinen Eingang gefunden. Dabei ist seine nach einem Drama Pusch kins entstandene „Russalka“ (1856), die mit Dvoráks gleichnamiger Oper nur wenige Gemeinsamkeiten hat, mit allen Bühnenwassern gewaschen. Eine Grand Opéra mit italienischen Kantilenen, russischen Volksweisen, schwungvollen Tänzen und großen Chor tableaus. Man hört die Vorbilder durchaus, aber erkennt auch die nationale Eigenständigkeit, die dann in den Arbeiten des „Mächtigen Häufleins“ zur Vollendung gebracht wurde.
Musik 
Klang 
Dargomyschski, Russalka; Evelina Dobraceva, Arutjun Kotchinian, Vsevolod Grivnov, Marina Prudenskaja, Elena Bry leva, Andrey Telegin, Martha Jurowski, WDRRundfunkchor, WDR-Rundfunk orchester, Michail Jurowski (2008); Profil/Naxos 3 CD 881488902457 (166’) |
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Jeder darf wohl ohne Gesichtsverlust zugeben, dass er von einem Komponisten namens William Hayes noch nie etwas vernommen hat. Dabei gehört der 1708 in Gloucester geborene Musiker und Musikprofessor zu den Personen, die das musikalische Leben auf der Insel intensiv mitgeprägt haben. Seine Konzertreihe im 1742 erbauten Oxforder Holywell Music Room hat bis heute Bestand. Doch sorgte der von der Musikgeschichtsschreibung so überdimensionierte Händel dafür, dass seine durchaus auch erfolgreichen Kollegen im dunklen Schatten verblieben.
Musik 
Klang 
Hayes, The Passions; Evelyn Tubb, Ulrike Hofbauer, Sumihito Uesugi u. a., Chor der Schola Cantorum Basiliensis, La Cetra Barock orchester Basel, Anthony Rooley (2008); Glossa/Note 1 CD 8424562225015 (76´) |
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Abgesehen von einer Duo-Platte mit seiner Tochter Dina war es nach dem Auslaufen seines Vertrages mit der Deut schen Grammophon für einige Jahre still um Anatol Ugorski geworden. Nun allerdings meldet sich der in Detmold lehrende Pianist russischer Herkunft mit einer gewichtigen Auf nahme sämtlicher Sonaten Skrjabins auf dem Schallplattenmarkt zurück.
Musik 
Klang 
Skrjabin, Sonaten Nr. 1-10; Anatol Ugorski (2007-2009); CAvi/Alive 2 CD 4260085531950 (159’) |
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Vasily Petrenkos Schostakowitsch-Zyklus mit seinem Liverpooler Orchester entwickelt sich prächtig: Gab es bei der ersten Folge mit der Sinfonie Nr. 11 noch leichte Schwächen vor allem im klanglichen Bereich, so konnte die nächste Veröffentlichung (Sinfonien Nr. 5 und 9) bereits in allen Punkten überzeugen. Was die nun erschienene Achte angeht, so muss man schon bis zu Kondraschin und Mrawinsky zurückgehen, um eine ähnlich packende, bohrend intensive Interpretation zu finden.
Musik 
Klang 
Schostakowitsch, Sinfonie Nr. 8; Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Vasily Petrenko (2009); Naxos CD 747313239276 (62’) |
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Auch wenn wir heute weltweit vernetzt sind und an den Hochschulen längst Professoren aus aller Herren Länder unterrichten, gilt doch: Tschechische Musiker spielen tschechische Musik einfach anders als andere. Das ist auch beim jungen Bennewitz-Quartett der Fall. Nach der bereits vielversprechenden Janácek-Einspielung von 2008 hat das in Prag gegründete Ensemble sich nun den beiden Quartetten von Smetana gewidmet – und dabei noch eine Schippe draufgelegt.
Musik 
Klang 
Smetana, Streichquartette; Bennewitz-Quartett (2009); Coviello/Note 1 SACD 039956510048 (46’) |
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