St. Gallen im vergangenen Jahr mit Edgar von Puccini. Bild: Tanja Dorendorf
St. Gallen im vergangenen Jahr mit Edgar von Puccini. Bild: Tanja Dorendorf

Dunkles Stück im Klosterhof

Der Regisseur Aron Stiehl, der in St.Gallen zuletzt Macbeth inszeniert hat, und sein Bühnenbildner Frank Philipp Schlössmann zeigen auf der großen Festspielbühne vor der Fassade der barocken Kathedraltürme die Allgegenwart des Todes.

Das Herzstück der 14. St.Galler Festspiele ist Giuseppe Verdis Il trovatore als Freilichtproduktion auf dem Klosterhof. Der Ort im Herzen des Unesco-Weltkulturerbes Stiftsbezirk St.Gallen ist wie geschaffen für das düstere, emotionsgeladene Nachtstück mit vielen Außenszenen.  Die musikalische Leitung hat Michael Balke, der Erste ständige Gastdirigent des Theaters St.Gallen. In der Kathedrale begibt sich der japanische Choreograf Yuki Mori mit der Tanzkompanie des Theaters St.Gallen auf die Suche nach dem Unendlichen. Sein Stück Desiderium ist eine tänzerische Auseinandersetzung mit der Sehnsucht nach Erkenntnis, Erleuchtung, Religion und Glauben an dem Ort, an dem der Wandermönch Gallus vor 1400 Jahren seine Ruhe fand. Musikalisch begleitet wird die Tanzkompanie von Domorganist Willibald Guggenmos und dem Modulor Quartett. Die dritte Programmschiene der St.Galler Festspiele bildet das Konzertprogramm, welches das Themenfeld der Festspieloper aufgreift: die faszinierende Welt der singenden höfischen Dichter, Troubadoure und Minnesänger. In verschiedenen Räumlichkeiten des Stiftsbezirks präsentieren wechselnde Formationen von internationalem Renommee Musik aus mehreren Jahrhunderten, vom bedeutendsten deutschsprachigen Minnesänger Oswald von Wolkenstein bis zum Folk der 1970er-Jahre. Im abschliessenden Festkonzert erklingt Anton Bruckners Sinfonie Nr. 7 E-Dur. Das Sinfonieorchester St.Gallen steht unter der Leitung seines Chefdirigenten Modestas Pitrenas. Die 14. St.Galler Festspiele findet statt vom 28. Juni 2019 bis zum 12. Juli 2019.

www.stgaller-festspiele.ch

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