Preisträger und Jury: (v.l.) Prof. Ulf Schirmer, Steven Heelein, Daniela Brendel, Prof. Tiago de Oliveira Pinto. Foto: Florian Merdes
Preisträger und Jury: (v.l.) Prof. Ulf Schirmer, Steven Heelein, Daniela Brendel, Prof. Tiago de Oliveira Pinto. Foto: Florian Merdes

Neuer Kompositionspreis in Leipzig vergeben

Die Oper Leipzig lobte unter dem Motto "Wie klingt Heimat?" erstmals einen Kompositionswettbewerb aus.

Zum Preisträgerkonzert im Konzertfoyer des Opernhauses kürte die Jury um Vorsitzenden Ulf Schirmer, Intendant und Generalmusikdirektor der Oper Leipzig, aus drei Finalisten den Gewinner: Steven Heelein. Er überzeugte mit seiner Komposition »auf gewundnen Stegen (... dort ... 2)« vor allem aufgrund des musikalisch-strukturellen Werts seiner Arbeit. Er komponierte sein Stück für Alt, Klavier und Kontrabass zu Auszügen aus Texten von Stefan George (»Stern des Bundes« und »Das Jahr der Seele«). Platz zwei sicherte sich Martín Zamorano mit »Heimatslieder« vor Maximilian Nicolai und seiner Komposition »land | of lost content«. Maximilian Nicoalai konnte sich außerdem über den Publikumspreis für seine Einreichung freuen.

Ziel der musikalischen Spurensuche war neben der Förderung junger Komponistinnen und Komponisten auf dem Gebiet zeitgenössischer Musik die Anregung zur künstlerischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen. Der Begriff »Heimat« war ausgehend von den Neuproduktionen der Spielzeit 2018/19 ein übergeordnetes Thema der laufenden Saison, das nun auch schöpferisch ihren Abschluss fand. Die Ausschreibung des Wettbewerbs sah eine Komposition für Gesang, Klavier und ein Instrument vor. Der Förderkreis der Oper Leipzig finanzierte die Realisierung des Wettbewerbs und stellte ein Preisgeld in Höhe von 2.000 Euro für den Sieger zur Verfügung.

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